Hausmittel für gesunde und glänzende Haare

Dr. Utz Anhalt
Glänzende Haare, volle Haare, eine gesunde Kopfhaut – dafür gibt es Hausmittel, die sich einfach selbst herstellen lassen. Diese können auch eine juckende Kopfhaut beheben. Denn sie kräftigen das Haar und beruhigen die Haut.

Mit Essig die Haare zum Glänzen bringen

Sie können einem Liter lauwarmem Wasser 200 Milliliter Essig zufüllen und das Haar damit spülen. Ob Sie Apfelessig oder Traubenessig verwenden, läuft auf das gleiche hinaus. So glänzen ihre Haare. Essig sollten Sie aber nur verwenden, wenn sie keine empfindliche Kopfhaut haben, denn die wird durch die Säure gereizt.

Hausmittel wie Essig oder Zitronensaft verhelfen zu schönem, gesundem Haar. (Bild: Piotr Marcinski/fotolia.com)

Zitronensaft gibt dem Haar Glanz

Ein bisschen Zitronensaft in einem Liter Wasser, geben Sie nach dem Waschen in die Haare. Diese bekommen dadurch Glanz. Das sollten Sie jedoch nicht regelmäßig tun, da die Zitronensäure empfindliche Haare auch angreifen kann.

Eigelb bei brüchigen Haaren

Stumpfe oder brüchige Haare können Sie mit Eigelb behandeln. Sie verrühren dazu ein Eigelb und tragen es auf die frisch gewaschenen und leicht feuchten Haare auf. Waschen Sie das Eigelb nach einer halben Stunde wieder aus.

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Grüner Tee als Pflege

Um die Haare zu pflegen, trinken Sie grünen Tee nicht, sondern verwenden ihn als Spülung. Der Tee gibt einen Schutzmantel, verleiht den Haaren Glanz und gleicht leichten Haarbruch aus.

Tee-Spülung für gesunde Haare

  1. Gießen Sie mehrere Teebeutel mit einem halben Liter kochendem Wasser auf
  2. Lassen Sie den Aufguss eine Viertel Stunde lang ziehen, gießen ihn dann ab und spülen sich damit die Haare
  3. Die Spülung waschen Sie danach nicht wieder aus

Alternativ können Sie auch Lindentee verwenden. Die Anwendung verläuft genau so.

Bier versorgt die Haare mit Nährstoffen

Wenn Pubertierende auf den Dörfern prahlen, sie bräuchten kein Shampoo, weil sie ihre Haare mit Bier waschen, dann hat das einen wahren Kern: Bier versorgt die Haare mit Nährstoffen und sorgt für Haarglanz.

Sie mischen dazu einen Liter Wasser mit einem halben Liter Bier, spülen die Haare und spülen die Mischung nach einigen Minuten wieder aus.

Eine Maske mit Avocado schützt colorierte Haare. (Bild: karepa/fotolia.com)

Natürliche Haartönung

Sie können ihre Haarfarbe mit natürlichen Mitteln intensivieren. Eine Spülung mit schwarzem Tee oder Kaffee macht dunkle Haare dunkler, Kamillentee hellt blonde Haare auf.

Um getönte Haare zu schützen, zerdrücken sie eine Avocado mit 125 Millilitern Sahne, massieren diese Mischung in die frisch gewaschenen Haare und waschen sie nach 15 Minuten wieder aus.

Bier, Ei und Olivenöl

Um dem Haar mehr Volumen zu geben, mischen Sie einen Esslöffel Olivenöl, ein kleines Glas Bier und ein Eigelb und tragen es auf das frisch gewaschene aber noch feuchte Haar auf. Nach einer viertel Stunde waschen Sie alles wieder aus.

Eine gesunde Kopfhaut

Eine gesunde Kopfhaut ist notwendig, um volles Haar zu entwickeln. Hier, in der Haut, wurzeln nämlich die Haare. Über die Wurzeln erhalten sie ihre Nährstoffe. Brüchige, dünne, trockene oder fettige Haare können immer auch Anzeichen von Beschwerden der Kopfhaut sein. Um die Kopfhaut zu pflegen, gibt es bewährte Hausmittel.

Teebaumöl

Teebaumöl hilft einer gereizten Kopfhaut. Sie geben Tropfen davon dem Shampoo zu, oder mischen einen halben Liter Wasser mit drei Tropfen des Öls und massieren es in die Kopfhaut ein.

Brennnesseln

Brennnesseln kochen wir mit einem halben Liter Wasser zu einem Tee aus, gießen diesen ab und massieren den lauwarmen Tee in die Kopfhaut ein. Die Spülung waschen wir danach nicht wieder aus.

Brennnesel-Tee ist ein bewährtes Hausmittel bei gereizter Kopfhaut. (Bild: Marina Lohrbach/fotolia.com)

Gesunde Ernährung

Das A und O von gesunden Haaren und einer gesunden Kopfhaut ist aber eine gesunde Ernährung. Die regt auch das Haarwachstum an. Entscheidend sind vor allem ausreichend Eiweiß, Vitamin A, Biotin, Zink und Eisen.

Eisen für Kopf und Haar

Eisen führt Sauerstoff in die Blutzellen. Eisenmangel hemmt das Hämoglobin, elementare Organe fallen aus, und die Zellen sterben ab.

Viel Eisen enthalten Fleisch, Mandeln, Eier, Fleisch, Avocado sowie grüne Gemüse. Eisen in Brot, Milch und Getreide kann der Körper hingegen nicht gut genug absorbieren.

Der Köper verliert Eisen beim Pinkeln, durch den Schweiß und das Entfernen von Hautzellen. Blutverlust bedeutet Eisenverlust, und deshalb brauchen Frauen während ihrer Menstruation mehr Eisen als Männer.

Eisenmangel schwächt den ganzen Organismus. Die Störungen im Nervensystem drücken sich aus Kopfschmerzen, Schwindel, Depressionen und Konzentrationsschwäche. Im Herz-Kreislauf leiden die Betroffenen an Herzklopfen und Herzenge. Kennzeichen sind Atemnot, Kurzatmung, an Müdigkeit, Erschöpfung und Abgeschlagenheit.

Der gestörte Stoffwechsel zeigt sich als Appetitlosigkeit wie Muskelschwund.

An Haut, Nägeln und Haaren treten Bleichheit, eingerissene Mundwinkel, brüchige Nägel und rückgebildete Schleimhäute auf. Infektionen folgen auf die Schwäche des Immunsystems.

Sprödes und kaputtes Haar kann auf Eisenmangel hindeuten. (Bild: deagreez/fotolia.com)

Zink

Zink findet sich überall im Körper, in der Leber wie den Nieren, in Knochen, in roten und weißen Blutzellen. Der Körper enthält 2 bis 3 Gramm des Minerals.

Zink verschaffen wir uns mit Früchten, Gemüsen und Eiweißen.

Männer brauchen mehr von dem Mineral als Frauen, denn Sperma hat die höchste Konzentration von Zink im Körper. Männer, die häufig ejakulieren, müssen sich umso mehr Zink zuführen. Außerdem ist Zink wichtig für den Geruchs- und Geschmackssinn.

Zink enthalten besonders Lebensmitteln mit Protein: Schaf, Rind und Schwein haben mehr Zink als Fisch, das dunkle Fleisch am Geflügel hat mehr Zink als das weiße.

Veganer müssen Nüsse, Vollkorn und Linsen essen, um auf einen adäquaten Zinklevel zu kommen.

Vitamin A für gesunde Haare

Vitamin A beeinflusst das Wachstum der Knochen und Zähne, unser Augenlicht, unsere Immunabwehr und hilft, die Zellen zu reproduzieren, ist deshalb notwendig für Haut und Haare.

Wir beziehen Vitamin A aus Leber, Milch wie Eiern, in Pflanzen nehmen wir eine andere Form des Vitamins in Möhren, Mangos, Spinat, Kürbissen wie Aprikosen.

Für gesunde Haare sollten Sie es nicht übertreiben: Vitamin A in Überdosis führt dazu, dass die Haare spröde werden.
(Dr. Utz Anhalt)