Hausmittel bei Blähungen
Natürliche Hausmittel gegen Blähungen
Hausmittel können bei Blähungen und Blähbauch helfen. Diese gehen in der Regel mit Bauchschmerzen, Aufstoßen und abgehenden Winden einher. Bei ständig starken oder anhaltenden Beschwerden sollten Arzt oder Heilpraktikerin aufgesucht werden, um ernste Ursachen ausszuschließen bzw. therapeutische Maßnahmen zu ergreifen. In den meisten Fällen jedoch sind Blähungen unangenehmer Ausdruck einer Verdauungsstörung, die sich mit Hausmitteln aus der Naturheilkunde lindern oder beseitigen lässt.
Hausmittel gegen Blähungen:
Hausmittel bei Blähungen
Ernährung und Blähungen
Vier-Winde-Tee gegen Blähungen
Bitterstoffe bei Blähungen
Schüßler-Salze bei krampfartigen Blähungen
Feuchtheiße Leibwickel bei aufgeblähtem Bauch
Ernährung und Blähungen
Die richtige Ernährung kann Blähungen vermindern. Meiden Sie Fertigprodukte und stark blähende Nahrungsmittel wie Zwiebeln, Kohl, Hülsenfrüchte oder frisches Brot. Lebensmittel, die raffinierten Zucker enthalten, aber auch solche, die sehr ballaststoffreich sind, können Blähungen ebenso verstärken. Ein allmählicher Übergang zur vollwertigen Ernährung eignet sich deshalb besser als eine abrupte Umstellung. Hilfreich ist zwischenzeitlich die Verwendung verdauungsfördernder Kräuter und Gewürze. Kamille, Melisse, Pfefferminze, Anis, Kümmel, Fenchel, Koriander und Kardamom können vielfältig in der Küche verarbeitet werden. Kardamomsamen beispielsweise können direkt aus der Kapsel geschält und gekaut, mit heißem (nicht kochendem) Wasser aufgegossen oder beim Kochen verwendet werden.
Damit der Blähbauch vermieden wird, gilt es darüber hinaus, bestimmte Regeln beim Essen einzuhalten. So sollten Sie zu festen Zeiten in Ruhe essen und die Nahrung ausgiebig kauen (Fletchern). Ungefähr eine halbe Stunde vor, während und eine weitere halbe Stunde nach dem Essen sollten Sie auf Getränke jeglicher Art verzichten. Vermeiden Sie zu enge Kleidung, die den Druck auf den Bauch nur verstärkt und unterdrücken Sie weder Stuhldrang, abgehende Luft noch Aufstoßen.
Vier-Winde-Tee gegen Blähungen
Als Teezubereitung empfiehlt sich besonders der Vier-Winde-Tee nach dem Rezept von Rudolph Fritz Weiss im Einsatz gegen Blähungen. Besonders helfen nämlich solche Heilkräuter gegen die Beschwerden, die stark entblähend und gleichzeitig entkrampfend wirken. Diese Kriterien erfüllt der sogenannte Vier-Winde-Tee, dessen Zutaten in jeder Haus- und Küchenapotheke vorrätig sein sollten.
Zu gleichen Teilen werden Kümmelsamen, Fenchelsamen, Pferfferminzblätter und Kamillenblüten vermischt und 1-2 Teelöffel davon mit 0,25 l kochendem Wasser aufgegossen. Nach 5 bis 10 Minuten ist der Tee ausreichend gezogen und kann durch ein kleines Sieb gegeben werden. Trinken Sie zwei bis drei Tassen täglich, bis Besserung eintritt.
Bitterstoffe bei Blähungen
Der Einsatz von Bitterstoffen ist bei Blähungen, denen eine Verdauungsschwäche zugrunde liegt, häufig erfolgreich. Einfach herzustellen und antiblähend wirksam sind der kleine Schwedenbitter nach Maria Treben sowie folgender Angelikalikör:
Für den Angelikalikör zerstoßen Sie 60g Angelikasamen, 8g Anissamen, 8g Fenchelsamen und 6g Koriandersamen miteinander zu einem feinen Pulver. Das Pulver wird (nach Belieben) mit 220 ml Weinbrand oder Korn für acht Tage angesetzt und danach mit einem Liter Wasser und 500 g Fruchtzucker angereichert. Nach einem weiteren Tag seihen Sie die Flüssigkeit durch ein Tuch oder feinmaschiges Sieb ab.
Schüßler-Salze bei krampfartigen Blähungen
Ist es bereits zu krampfartigen Schmerzen im aufgeblähtem Bauch gekommen, kann die „Heiße Sieben“ mit ihrer krampflösenden Eigenschaft Erleichterung schaffen. Dazu werden 10 Tabletten des Schüßler-Salzes Nr.7, Magnesium phosphoricum, in einem Glas mit kochend heißem Wasser aufgelöst und in kleinen Schlucken möglichst heiß getrunken. Auch Schwangere können diese Mischung unbesorgt genießen. Geachtet werden sollte nur darauf, dass der Trägerstoff des Mittels (Milchzucker, Kartoffelstärke) gut vertragen wird. Sonst sollten Sie auf Tropfen oder Globuli ausweichen.
Feuchtheiße Leibwickel bei aufgeblähtem Bauch
Ebenfalls entkrampfend und damit schmerzlindernd wirken feuchtheiße Leibwickel auf den aufgeblähten Bauch. Sie benötigen für den dreilagigen Wickel ein Innentuch aus Leinen, ein Mitteltuch aus Leinen oder Baumwolle und ein Außentuch aus Frottee oder Wolle. Am besten lässt man sich den Wickel durch eine helfende Person anlegen.
Das Innentuch wird zunächst mit heißem Wasser getränkt, etwas ausgewrungen und von den Achseln bis zum Schambereich um den Körper des Betroffenen gewickelt. In Bauchhöhe legt man danach eine Wärmflasche auf und wickelt Mitteltuch und Außentuch darum. Für die Füße sollte jetzt eine zweite Wärmflasche vorbereitet sein. Nach einer Stunde mit dem feuchtheißen Wickel sollte noch weitere 30 Minuten nachgeruht werden. (jvs)
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