Hausmittel bei Wasser in den Beinen
Hausmittel gegen Wasser in den Beinen
Hausmittel bei Wasserbeine
Wenn keine schweren Erkrankungen (z.B. Nieren-, Herz- oder Lebererkrankungen) als strukturelle Ursache dem Wasser in den Beinen zugrunde liegen, so gibt es verschiedene Hausmittel, die insbesondere aus der Erfahrungsheilkunde stammen. Hausmittel gegen Wasser in den Beinen werden mit dem Ziel eingesetzt, den Abfluss aus den Beinen anzuregen und zu verbessern.
Inhalt:
Hausmittel bei Sodbrennen
Naturheilkunde Mittel bei Wasser in den Beinen
Heilpflanzen gegen Wasser in den Beinen
Übungen bei Wasser in den Beinen
Naturheilkunde Mittel bei Wasser in den Beinen
Aus dem Bereich der physikalischen Therapie werden aktive Bewegung und Schwimmen empfohlen. Tägliche kalte Ganzwaschungen, die mit einem feuchten Schwamm oder groben Leinentuch gut selber vorgenommen werden können, regen Stoffwechsel und Durchblutung an. Mit gleichmäßigem Druck wird dabei der ganze Körper rasch abgerieben und danach mit einem Frottierhanduch trocken gerubbelt.
Zuhause können in der Dusche außerdem kalte Teilgüsse, z.B. an den Beinen angewendet werden. Zu beachten ist hierbei, den Guss immer an der Stelle zu beginnen, die am weitesten vom Herzen entfernt ist, beim Schenkelguss beispielsweise von der Ferse bis zum Gesäß hinauf, dann wieder zurück. Anschließend vom Fußrücken zur Leiste und wieder zurück. Die Dusche sollte ohne Brausefunktion funktionieren und der Abstand zwischen Duschkopf und Bein nicht mehr als 10 cm betragen.
Aus dem Arsenal der Schüßler-Salze findet sich vor allem mit Natrium chloratum No. 8 ein Mittel, das bei Wasser in den Beinen - allein oder im täglichen Wechsel Natrium sulfuricum No.10- eingesetzt werden kann. Die beiden Natriumverbindungen regulieren den Wasserhaushalt und entwässern den Körper.
Ernährungstipps, die empfehlen, dauerhaft entwässernde Nahrungsmittel wie Reis oder Spargel zu essen und den Salzkonsum einzustellen, sind nicht unumstritten und sollten unter fachlicher Anleitung erfolgen. In jedem Fall anzuraten ist dagegen eine Umstellung auf vollwertige und vitaminreiche Kost mit frischem Obst und frischem Gemüse.
Heilpflanzen gegen Wasser in den Beinen
Das bekannteste Mittel ist sicherlich die Rosskastanie, die sowohl innerlich als auch äußerlich zur Anwendung kommt. Vor allem dem Wirkstoff Aescin, der in geringen Mengen enthalten ist, wird eine ödemhemmende Wirkung zugesprochen. Selbst in Supermarkt Discountern gibt es mittlerweile Einreibungen mit Roßkastanienanteil zu kaufen.
Etwas weniger bekannte Mittel gegen Wasser in den Beinen sind Wacholder und Steinklee. Steinklee vermag den Lymphfluss zu verbessern und regt den venösen Rückfluss an. Dadurch können Beschwerden wie Schweregefühl und Schwellungen in den Beinen gelindert werden. Die Wirkung von Wacholderbeeren beruht dagegen eher auf einer vermehrten Harnausscheidung und einer damit verbundenen Verminderung von Wasser in den Beinen. Meist ist er Bestandteil von Entwässerungstees, deren Rezepturen vielfach auch Brennnessel, Birkenblätter oder Goldrute enthalten. Solche Teemischungen sind in der Apotheke erhältlich, sollten jedoch ohne medizinische Begleitung nicht länger als einige Tage eingenommen werden.
Übungen bei Wasser in den Beinen
Das abendliche Hochlagern ist eines der einfachsten und bekanntesten Mittel bei Wasser in den Beinen. Recht unbekannt ist, dass ein wichtiger Mechanismus zum Abfluss der Unterdruck ist, der durch den Wechsel von Ein- und Ausatmung erzeugt wird. Das bedeutet, dass durch eine vertiefte Atmung in den Bauch und einen ausgeprägten Wechsel zwischen Ein- und Ausatmung auch der Abfluss beeinflusst werden kann. Eine ganz einfache Maßnahme besteht in der sogenannten Pendelatmung, die ähnlich auch in den Übungen nach Feldenkrais genutzt wird: Man atmet einfach einmal in das Brustbein und zieht dabei den Bauch ein, beim Ausatmen wird bewusst losgelassen und das Ausatmen wird passiv geschehen gelassen. Mit dem nächsten Einatmen wird in den Bauch geatmet, so dass dieser sich sichtbar nach außen wölbt und beim nächsten Mal wieder in das Brustbein, usw.
Desweiteren können Bewegungsübungen der Füße eingesetzt werden. Hilfreich kann es sein, die Füße im Wechsel zu strecken und anzuziehen oder von den Zehenspitzen auf die Hacken hin-und herzuwippen, um die Pumpmechanik der Füße anzuregen. (tf, jvs)