Nasentropfen selbstgemacht

Susanne Waschke

Nasentropfen als Hausmittel selber herstellen

Wer keine chemischen Nasentropfen nehmen möchte, kann diese ganz einfach selbst herstellen. Vor allem das Meersalz Nasenspray, das keine Nebenwirkungen hat und recht heilsam bei leichten Beschwerden ist, lässt sich recht schnell zuhause selbst herstellen. Abwandlungen, wie zum Beispiel die Zugabe von ätherischen Ölen, sind ebenso möglich. Die meisten Nasentropfen, die im Handel erhältlich sind, enthalten Konservierungsstoffe, auf die manche Menschen allergisch reagieren. Da ist die eigene Herstellung eine gute Alternative. Wichtig dabei ist, die Zutaten genau abzumessen und hygienisch zu arbeiten.

Herkömmliche Nasentropfen aus der Apotheke

Wenn herkömmliche Nasentropfen aus der Apotheke, die in der Regel chemische Zusätze haben, ab und zu und nur über einen kurzen Zeitraum verwendet werden, so ist dies meist kein Problem. Jedoch kann sich die Nase an die abschwellenden Komponenten gewöhnen und sogar mit einem vermehrten Anschwellen der Schleimhäute reagieren. Der Körper wird recht schnell abhängig von dem Nasenspray, wenn dies nicht rechtzeitig abgesetzt wird.

Nasentropfen können sowohl gegen verstopfte Nasen, als auch gegen trockene Nasenschleimhäute helfen. Selbst hergestellte Nasentropfen können dabei dem jeweiligen Beschwerdebild angepasst werden. (Bild: Ralf Geithe/fotolia.com)

Die bessere Wahl sind hier Meersalz-Nasentropfen. Diese sind in der Apotheke erhältlich, können aber auch ganz einfach und schnell selbst hergestellt werden. Diese Nasentropfen enthalten eine sogenannte isotonische Salzlösung, was bedeutet, das dies dem Druck des Blutplasmas entspricht und dadurch keine negativen Flüssigkeitsverschiebungen im Körper entstehen. Demnach ist das Meersalz-Nasenspray unbedenklich und macht auch nicht abhängig. Die Nasentropfen haben keine Nebenwirkungen und sind auch für Kleinkinder und Säuglinge geeignet. Die „salzigen“ Nasentropfen reinigen, befeuchten und kurbeln die Abwehr der Nasenschleimhäute an. Ein gutes Salzwasser-Nasenspray enthält keine Konservierungsstoffe – also selber machen.

Allgemeines

Wenn Nasentropfen zuhause selbst hergestellt werden, ist unbedingt auf Sauberkeit zu achten. Hände und Alles, was dabei gebraucht wird, muss vor der Zubereitung gründlich gewaschen werden. Ein bereits gebrauchtes Fläschchen wird am besten ausgekocht. Die selbst hergestellten Tropfen enthalten grundsätzlich keine Konservierungsstoffe und sind deshalb nur zwei bis drei Tage haltbar. Sie werden am besten im Kühlschrank gelagert.

Die Nasentropfen werden vor Gebrauch immer etwas aufgeschüttelt, damit sich die Substanzen wieder gut miteinander verbinden. Tropfen, die Öl oder Honig enthalten, werden, wenn sie im Kühlschrank waren, etwas in der Hand angewärmt. Für Säuglinge und Kleinkinder sind Meersalztropfen mit einer isotonischen Salzlösung gut geeignet. Alle anderen Tropfenmischungen werden bei Kindern am besten nicht ohne vorherige Absprache mit dem Kinderarzt oder der Hebamme verwendet.

Herstellung Meersalz Nasentropfen

Sie stellen eine 0,9-prozentige Salzlösung her, und das funktioniert so: Auf 100ml abgekochtes Wasser kommen 0,9g reines Meersalz. Das Salz darf keine Rieselhilfen oder Sonstiges enthalten – normales Speisesalz ist deshalb nicht geeignet. Für das Abmessen von 0,9g ist eine spezielle Waage nötig. Wer Keine hat, gibt auf einen Liter abgekochtes Wasser 9 g Salz und schüttet einfach den Rest weg. Das Salz wird in dem Wasser aufgelöst und wenn abgekühlt, in eine saubere Sprühflasche gefüllt – fertig sind die selbst gemachten Nasentropfen. Diese sind, wie bereits erwähnt, nur zwei bis maximal drei Tage haltbar. Deshalb sollten sie immer wieder frisch hergestellt werden. Am besten wird jedes Mal die Flasche vorher ausgekocht, damit sich dort keine Keime halten können.

Salz und Honig

Den fertigen Meersalz-Nasentropfen (100 ml) kann ein halber Teelöffel Honig beigemischt werden. Am besten wird der Honig dafür vorher etwas erwärmt, damit er sich besser mit der Salzlösung verbindet.

Salz-Kamille-Nasentropfen

Salz und Kamille unterstützen sich in ihrer Wirkung. Den selbstgemachten Meersalz-Nasentropfen wird einfach etwas frisch gebrühter, abgekühlter Kamillentee beigemischt und schon sind die Salz-Kamille Nasentropfen fertig.

Aloe Vera spendet viel Feuchtigkeit, was gegen trockene Nasenschleimhäute hilft. Den Meersalz-Nasentropfen wird hierfür ein wenig reiner Aloe Vera-Saft hinzugefügt. (Bild: HLPhoto/fotolia.com)

Nasentropfen mit Aloe Vera

Aloe Vera spendet viel Feuchtigkeit. Dies hilft auch bei trockenen Nasenschleimhäuten. So wird den Meersalz-Nasentropfen (100 ml), deren Zubereitung bereits erwähnt wurde, ein halber Teelöffel reiner Aloe Vera-Saft hinzugefügt, sobald das Wasser-Salz-Gemisch abgekühlt ist.

Honig-Kamille-Nasentropfen

Die Honig-Kamille-Nasentropfen enthalten nur Wasser, Kamille und Honig. Kamille wirkt antientzündlich, pflegend und abschwellend. Gerade bei verstopfter Nase ist diese Pflanze hilfreich. Aus zwei gehäuften Teelöffeln voll Kamillenblüten und einem viertel Liter kochendem Wasser wird ein Teeaufguss zubereitet. Dieser muss circa fünf Minuten ziehen und wird nach dem Abseihen mit soviel Honig vermischt, bis eine Sirup ähnliche Flüssigkeit entsteht. Der beigesetzte Honig unterstützt die Wirkung. Honig ist wundheilend, antientzündlich und Abwehr steigernd. Gerade bei Schnupfen, wenn die Nase etwas entzündet ist, sind diese Nasentropfen zu empfehlen. Aber auch bei wunder Nase, ausgelöst durch allergischen Schnupfen. Mehrmals täglich wird in jedes Nasenloch ein Tropfen des Honig-Kamille-Gemisches geben, um eine lindernde Wirkung zu erzielen. Auch dieses Hausmittel ist nur kurze Zeit haltbar und sollte daher immer frisch (mindestens alle zwei Tage ) hergestellt werden.

Nasentropfen mit Öl

Öl wirkt sich äußerst pflegend auf die irritierten Nasenschleimhäute aus. So kann etwas gutes, kalt gepresstes Olivenöl mit einer Pipette in die Nase gebracht und mit dem sauberen Finger etwas verrieben werden. Dies ist vor allem hilfreich, wenn die Schleimhäute besonders trocken sind und Pflege benötigen. Dem Öl kann ein Tropfen ätherisches Öl, wie zum Beispiel Eukalyptus, zugefügt werden. Aber Vorsicht: dies ist nichts für Säuglinge und Kleinkinder. Auch Erwachsene vertragen die ätherischen Öle nicht alle gleich gut. Am besten wird die Anwendung anfangs ganz vorsichtig, mit einem kleinen Tropfen getestet.

Wenn Nasentropfen mit Öl gegen trockene Schleimhäute verwendet werden, sollten diese am besten mit einer Pipette eingebracht werden. (Bild: Yantra/fotolia.com)

Hypertonische Salzlösung

In der Regel wird eine isotonische Salzlösung für Nasentropfen verwendet – vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern. Bei Erwachsenen jedoch, wenn der Schleim recht fest und dickflüssig ist, kann die hypertonische Salzlösung ebenfalls eine gute Hilfe sein. Dafür werden einfach mehr als 9 g Salz auf einen Liter Wasser verwendet – aber nicht mehr als das Doppelte, also nicht mehr als 18 g. Auch Erwachsene sollten diese Nasentropfen nicht länger als ein paar Tage verwenden, da die höhere Salzkonzentration die Schleimhäute austrocknen und zu sehr reizen kann.

Welches Salz am besten verwendet wird

Für die selbstgemachten Nasentropfen mit Salz wird am besten ein gutes, reines Meersalz oder ein Himalaya-Salz verwendet. Ein jodiertes Speisesalz oder eine einfaches Kochsalz aus der Küche sind nicht zu empfehlen.

Zusammenfassung

Nasentropfen selbst herzustellen, ist ganz einfach. Wichtig dabei ist, auf Sauberkeit zu achten, damit keine Keime in die Tropfen gelangen. Auch dürfen die Tropfen nicht länger als zwei bis drei Tage verwendet werden. Für Säuglinge und Kleinkinder sind am besten die Nasentropfen aus isotonischer Salzlösung geeignet. Die Behältnisse sollten stets sauber sein und am besten vor Gebrauch ausgekocht werden. (sw)