Darmentzündungen

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Entzündungen des Darms: Kolitis und Ileitis

Darmentzündungen können einzeln oder kombiniert in den verschiedenen Abschnitten des Darms vorliegen und akut oder chronisch verlaufen. Die Ursachen sind vielfältig und Verläufe der Darmentzündungen können akut oder chronisch sein.

Dünndarmentzündungen treten vielfach als Ileitis im Bereich des Krummdarms (Ileum) auf, ist der Magen mitbetroffen, handelt es sich um eine Enteritis. Unter einer Kolitis versteht man eine Entzündung des Grimmdarms, die jedoch – auch im medizinischen Kontext- meist als Dickdarmentzündung bezeichnet wird. Bei einer Ileokolitis dagegen sind Dünn- und Dickdarm betroffen, wobei der Entzündungsprozess im Ileum direkt beginnen (z.B. Morbus Crohn) oder aus dem Dickdarm aufsteigen kann (z.B. Colitis Ulcerosa).

Inhaltsverzeichnis:
Darmentzündungen
Synonyme
Ursachen
Symptome
Therapie

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Synonyme

Entzündung des Darms, Darmentzündung, entzündeter Darm.

Darmentzündung
Entzündungen im Dick- und Dünndarm verursachen oft starke Bauchschmerzen

Ursachen

Häufig entstehen Dickdarmentzündungen durch eine Verbreitung der auslösenden Keime bei einer Enteritis. Auch Durchblutungsstörungen des Darmes, die Divertikulitis sowie die Niereninsuffizienz kommen als Auslöser in Frage. Nach Antibiotikatherapie oder der Gabe von Zytostatika kann es zu Wucherungen einzelner Bakterienstämme kommen (siehe auch Darmdysbiose), die zur so genannten pseudomembranösen Kolitis führt. Die Ursachen für die chronisch-entzündlichen Darmkrankheiten Morbus Crohn und Colitis ulcerosa gelten bis heute als ungeklärt. Wahrscheinlich sind Autoimmunprozesse an der Entstehung beteiligt.

Symptome

Je nach Ursache und Ort der Entzündung kann es zu Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall und Fieber kommen. Das Allgemeinbefinden kann gar nicht bis stark herabgesetzt sein. Manchmal finden sich Blut und/oder Schleim im Stuhl (Blut im Stuhl).

Therapie

Die Therapie richtet sich nach Ursache, Grunderkrankung und Ausmaß der Entzündung. Bei starken Durchfällen oder Erbrechen ist vornehmlich auf Zufuhr von Flüssigkeit zu achten, um einer innere Austrocknung (Dehydratation) zu vermeiden. (Dipl.Päd. J.Viñals Stein, Heilpraktikerin)

nachweis:  Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de