Eierstockzysten

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Zysten an den Eierstöcken

Flüssigkeitsansammlungen im Eierstock werden als funktionelle Eierstockzysten bezeichnet, die vor allem bei Frauen kurz nach der Pubertät bzw. in den Wechseljahren auftreten. Hohe Genauigkeit ist bei der Diagnose von Eierstockzysten aufgrund der Verwechslungsgefahr mit bösartigen Tumoren (Eierstockkrebs) wichtig. Neben Veränderungen durch Entzündungen (Adnexitis) und den soliden Ovarialtumoren, die gut- oder bösartig sein können, zählen Eierstockzysten zu den Eierstocktumoren.

Inhaltsverzeichnis:
Eierstockzysten
Synonyme
Entstehung und Ursachen
Symptome und Komplikationen

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Synonyme

Zystische Eierstocktumoren, funktionelle Eierstockzysten; Ovarialzysten.

Eierstock-Zyste

Entstehung und Ursachen

Man unterscheidet Follikelzysten, Corpus-luteum-Zysten und Schokoladenzysten (auch Teerzysten). Bestehen über Monate hinweg mehrere Zysten an einem Eierstock, liegt wahrscheinlich ein polyzystisches Ovar vor.

Follikelzysten entstehen, wenn ein reifes Ei (Follikel) sich kurz vor dem Eisprung befindet, dieser aber ausbleibt und der Follikel im Eierstock bestehen bleibt. Als Grund dafür wird ein hormonelles Ungleichgewicht angenommen, Zeitraum der Entstehung ist in den meisten Fällen die hormonelle Umstellung in bzw. nach Pubertät und Klimakterium. Follikelzysten erreichen eine Größe bis ca. 6 cm.

Corpus-luteum-Zysten (Gelbkörperzysten) entstehen insbesondere zu Beginn einer Schwangerschaft aus dem Gelbkörper, der sich nach dem Eisprung um die Eizelle herum entwickelt. Corpus-luteum-Zysten können u.U. faustgroß werden.

Die Schokoladenzyste, die auch Teerzyste genannt wird, hat ihren Namen der Füllung mit zähflüssigem Blut und Blutabbauprodukten zu verdanken. Sie kommt meist bei Endometriose vor und ist gutartig. Weil sie mit dem Gewebe um sich herum verwachsen ist, kann sie jedoch Entzündungen hervorrufen.

Symptome und Komplikationen

Eierstockzysten können mit Bauchschmerzen einhergehen, die v.a. im Unterbauch auftreten. Zusätzlich kommt es mitunter zu Zyklusstörungen, besonders zum Ausbleiben der Regelblutung über ein bis drei Menstruationszyklen (Amenorrhoe). Komplikationen können durch spontanes Zerreißen der Zystenwand oder einer Stildrehung um die eigene Achse entstehen. Diese gehen mit rascher Verschlechterung des Allgemeinbefindens sowie akuten Unterbauchschmerzen einher (akutes Abdomen).

Behandlung

In vielen Fällen bilden sich die Zysten auch ohne Behandlung wieder zurück. Unterstützend werden seltener auch Hormone gegeben.Treten die beschriebenen Komplikationen auf, muss ggfs. der betroffene Eierstock entfernt werden.

Aus der Naturheilkunde bieten sich z.B. Zubereitungen aus den Früchten von Vitex Agnus Castus, dem Mönchspfeffer an, dessen Inhaltsstoffe für ein hormonelles Gleichgewicht sorgen und so die Rückbildung unterstützen bzw. einer weiteren Entstehung von Zysten vorbeugen können. (Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin)

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