Eisenspeicherkrankheit

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Die Hämochromatose (auch Eisenspeicherkrankheit genannt) ist eine chronische Krankheit, bei der das Eisen aus der Nahrung über den Dünndarm vermehrt aufgenommen wird und sich in zentralen Organen ablagert. Langfristig kann diese übermäßige Eisenspeicherung zu erheblichen Schäden an Leber, Herz, Bauchspeicheldrüse und Gelenken führen. Um die Gesundheit trotz Hämochromatose zu erhalten, wird der Aderlass, ein sehr altes Naturheilverfahren, empfohlen.

Inhaltsverzeichnis:
Ursache
Symptome
Therapie

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Ursache

Die Hämochromatose gilt als vererbte Stoffwechselstörung. Gemeinsam mit der Hämosiderose zählt sie zu den Eisenspeicherkrankheiten. Bei Männern zeigen sich im Alter zwischen zwanzig und vierzig Jahren erste Symptome, während Frauern eher nach den Wechseljahren betroffen sind. Man erklärt sich diese Beobachtungen mit dem erhöhten Eisenbedarf von Frauen im gebärfähigen Alter.

Eisenspeicherkrankheit
Bei der Hämochromatose ist der Eisengehalt des Blutes deutlich erhöht

Symptome

Lagert sich über längere überschüssiges Eisen im Körpergewebe ab, zeigen sich neben (Ober) Bauchschmerzen typischerweise Müdigkeit und Impotenz bei Männern sowie Menstruationsstörungen (Amenorroe) bei Frauen. Durch die Reizung und Vernarbung der Bauchspeicheldrüse tritt vielfach das Beschwerdebild eines Diabetes auf, wobei zusätzlich eine dunkle Hautfärbung auffällt („Bronzediabetes“). Die andauernde Belastung der Leber führt schließlich zu einer Leberzirrhose mit abnehmender Funktion des zentralen Entgiftungsorgans. Weiterhin besteht vielfach eine vergrößerte Milz (Splenomegalie), es kann zu Herzbeschwerden durch Schädigung der Herzmuskulatur sowie zu Gelenkschmerzen kommen. Blutuntersuchungen im Labor ergeben stark erhöhte Eisenwerte.

Therapie

Ist das Vorkommen der Eisenspeicherkrankheit in der Familie bekannt, sollten frühzeitig Untersuchungen stattfinden. Die Therapie ist einfach und effektiv, wenn sie rechtzeitig begonnen und regelmäßig vorgenommen wird. Sie besteht in der Ausleitung von überschüssigem Eisen mit dem Blut, indem zunächst wöchentlich, später in größeren Abständen, Blut entnommen wird.

Die Hämochromatose Vereinigung Deutschland HVD e. V. empfiehlt zu Beginn eine Entnahme von 500 ml/Woche, bis (nach ca. eineinhalb Jahren) die Eisendepots abgebaut sind. Danach kann die erforderliche Anzahl der Aderlass-Behandlungen individuell auf vier bis zwölf pro Jahr eingestellt werden. Bei der Erythrozytapherese werden größere Blutmengen abgenommen, die roten Blutkörperchen maschinell aussortiert und die restlichen Blutbestandteile wieder zurückgeführt. Dadurch kann die Anzahl der Aderlasse vermindert werden.

Bei der Ernährung können Lebensmittel, die sehr viel Eisen enthalten (z. B. Innereien), gemieden werden. Eine regelmäßige Ausleitung des Eisens per Aderlass sollte bei normaler Mischkost diese Nahrungsmittel jedoch ausgleichen. Die in schwarzem Tee enthaltenen Polyphenole schließlich genießen nach einer Studie den Ruf, in größeren Mengen die Eisenaufnahme über den Dünndarm während einer Mahlzeit vermindern zu können. (Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin)

nachweis: Andrea Damm  / pixelio.de