Entzündungen des Augenlids: Gerstenkorn

Wissenschaftler haben herraus gefunden: Ein Augentest hilft die Erkrankung Alzheimer zu diagnostizieren

Entzündungen des Augenlids: Gerstenkorn (Hordeolum) & Hagelkorn (Chalazion)

Eine Gerstenkorn ist durch die für alle sichtbaren Zeichen am Auge und die Schmerzen für die Betroffenen sehr unangenehm, an sich aber eine harmlose Entzündung, die meist von selbst wieder abheilt. Tritt das Gerstenkorn wiederholt auf, sollte eine Untersuchung auf Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) vorgenommen werden.

Reibt man sich häufig mit verschmutzten Fingern im Auge herum, trägt man Kontaktlinsen oder viel Makeup oder besteht eine Schwäche des Immunsystems, so sind das prädestinierende Faktoren für das Entstehen einer eitrigen, oft schmerzhaften und auf Druck empfindlichen Entzündung am Auge. Dies kann an den Drüsen der Außen- und Innenkante geschehen. Nach etwa 2- 4 Tagen gibt es einen abgegrenzten Eiterherd, in der darauffolgenden Woche bildet sich dann das sog. Gerstenkorn (Hordeolum). Es platzt schließlich auf, sodass der Eiter abfließen kann. Es ist sinnvoll, in der gesamten Entstehungszeit das Auge nicht mit den Händen zu bearbeiten und auf Makeup zu verzichten, um nicht noch mehr Erreger (meist Bakterien: Staphylokokken) in das Auge zu reiben. Da in der betroffenen Region Venen zum Gehirn führen, können Erreger auf diesem Wege zu verschiedenen Komplikationen bis hin zur gefährlichen Hirnhautentzündung (Meningitis) verursachen.

Selten kommt es zu einer Entzündung des gesamten Auges (Orbitalphlegmon), Thrombosen oder Abszessen an den Lidern. Bei einigen schwereren Verläufen können bei den Betroffenen auch Fieber, allgemeines Krankheitsgefühl und Lymphknotenschwellungen auftreten.

Grundsätzlich steht die Hygiene der Augen und das Immunsystem im Focus der Vorbeugung dieser Entzündung. Zur Linderung bzw. beschleunigten Abheilung werden mild desinfizierende, entzündungshemmende Salben oder Augentropfen eingesetzt, homöopathisch kommen z.B. Apis, Hepar sulfuris und Silicea zum Einsatz. Bei Bedarf kann das Gerstenkorn chirurgisch versorgt (aufgeschnitten) werden.

Abgegrenzt werden muss das Gerstenkorn vom Hagelkorn (Chalazion), einer weiteren Form von Lidentzündung, die als Folge eines Sekretstaus bei verstopften Ausführgängen der Talgdrüsen entsteht. Das Hagelkorn ist schmerzfrei, drückt jedoch auf den Augapfel. Meist wird er herausgeschält. (Jeanette Viñals Stein, 24.10.2009)