Fettstoffwechselstörungen

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Fettstoffwechselstörung

Fettstoffwechselstörungen gelten mit Diabetes zu den am häufigsten auftretenden Stoffwechselkrankheiten. Die Störungen des Fettstoffwechsels können für die Betroffenen symptomlos bleiben, gelten aber als Riskofaktoren für Erkrankungen des Herzens und Kreislaufs, die wiederum in Deutschland als häufigste Krankheits- und Todesursache gelten.

Inhaltsverzeichnis:
Synonyme
Ursachen Fettstoffwechselstörung
Beschwerden und Symptome

Mehr zum Thema:

Synonyme

Dyslipoproteinämie, Hyperlipoproteinämie, Hyperlipidämie, erhöhte Bluttfettwerte, Lipidstoffwechselstörung.

Fettstoffwechselstörung
Fettstoffwechselstörungen sind für den Körper auf Dauer eine erhebliche Belastung

Ursachen Fettstoffwechselstörung

Man unterscheidet zwischen primären und sekundären Fettstoffwechselstörungen. Primär bedeutet zum Beispiel, dass die Stoffwechselkrankheit (z.B. Bürger-Grütz-Syndrom) angeboren, durch eine Genstörung entstanden ist. Die primären Fettstoffwechselstörungen werden in fünf Unterkategorien eingeteilt. Sekundär bedeutet, dass die Stoffwechselstörung auf dem Boden einer anderen Krankheit oder durch dass Einnehmen bestimmter Medikamente besteht.

Dies kann zum Beispiel, wie eingangs erwähnt, Diabetes sein. Auch eine Hypothyreose (Unterfunktion der Schilddrüse), massives Übergewicht (Adipositas), Erkrankungen des wichtigen Stoffwechselorgans Leber, das Nephrotische Syndrom (Eiweißverlustniere), das Metabolische Syndrom oder eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) können Fettstoffwechselstörungen auslösen. Auch Medikamente wie Kortikosteroide, Entwässerungsmittel (Diuretika) oder Verhütungsmittel (orale Kontrazeptive) kommen in Frage. Die Naturheilkunde empfiehlt grundsätzlich, die Einnahme fettreicher Nahrungsmittel und von Alkohol in Grenzen zu halten.

Beschwerden und Symptome

Meist verursachen Fettstoffwechselstörungen keine direkten Symptome. Oftmals kommt es erst sekundär zu Beschwerden, dadurch, dass es zu Ablagerungen an den Gefäßwänden (Arteriosklerose) kommt. Dadurch kommt es zu Beschwerden, die abhängig von der Lokalisation der arteriosklerotischen Veränderungen sind. Am Herzen kann es zur sogenannten Brustenge (Angina pectoris) kommen, mit Brustschmerzen, die teilweise bis in den linken Arm ziehen oder auch Schulterschmerzen linksseitig verursachen können. Bei einer Fettleber kann es zu Bauchschmerzen im rechten Oberbauch kommen.

Direkt kann es zu gelb-braunen Knötchen oder Knoten an den Achillessehnen, den Augenlidern (Xanthelasmen), in der Gesäßregion, zwischen den Fingern oder am Ellenbogen kommen und auch zum sogenannten Trübungsring um die Hornhaut am Auge (Arcus lipoides). Teilweise ist eine Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis) möglich. Bei Verengung der Gefäße an den Extremitäten (Arme und Beine), kann es zu Taubheit, Kribbeln, Ameisenlaufen, krampfartigen Beschwerden an den Beinen bei längerer Belastung (Schaufensterkrankheit) kommen. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie)

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nachweis: Dieter Schütz  / pixelio.de