Fibromyalgie

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Chronische Schmerzen Fibromyalgie

Eine Symptombezeichnung, die immer wieder durch die Medien und medizinischen Einrichtungen in Deutschland geistert, ist die der Fibromyalgie. Chronische Schmerzen sind es vor allem, die diese Symptomatik auszeichnen. Betroffene sind zwar häufig froh, dass ihre Beschwerden endlich nach einer Odyssee von Untersuchungen und fruchtlosen Behandlungen eine Bezeichnung haben, aber viele fühlen sich auch stigmatisiert.

Inhaltsverzeichnis:
Synonyme
Symptome und Beschwerden bei Fibromyalgie
Fibromyalgie und Therapie
Manuelle Körpertherapie

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Synonyme

Fibromyalgie, primäre Fibromyalgie, sekundäre Fibromyalgie, Fibromyalgiesyndrom, Fibromyalgie- Syndrom, Generalisierte Tendomyopathie, GTM, psychogener Rheumatismus, Fibromyalgia, polytope Insertionstendopathie, Ganzkörper- Schmerzsyndrom, chronische Triggerbänder, cTrB, chronical Triggerbands, Zylinderdistorsionen, CyD, Tektonische Fixationen, TF.

Bueroarbeit, Frau mit Laptop
Ziehende Schmerzen in den Extremitäten und am Rüccken machen den Büro-Alltag bei einer Fibromyalgie zur Qual

Symptome und Beschwerden bei Fibromyalgie

Die Betroffenen klagen über ziehende, brennende Schmerzen entlang der Extremitäten und am Rücken. Dies lässt sie über Rückenschmerzen, Flankenschmerzen, Geäßschmerzen und Kreuzschmerzen klagen. Zusätzlich geben die Betroffenen häufig an, dass es nicht nur die Schmerzen sind, die ihnen zu schaffen machen, sondern damit einhergehend auch einen Verlust von Kraft. Es könne des Weiteren zu Krämpfe, Schwellungen und Missempfindungen wie Brennen, Kribbeln und Ameisenlaufen kommen und vor allem zu einer Verschlimmerung der Symptomatik nach Sitzen oder Liegen. Besonders morgens klagen viele über ein morgendliches „Eingerostetsein“, eine morgendliche Steifheit, die sich nach etwas Bewegung bessert.

Symptome, die nicht am Bewegungsapparat verortet sind, sind Abgeschlagenheit und chronische Müdigkeit, Konzentrations- und Schlafstörungen.

Fibromyalgie und Therapie

Laut der Deutschen Fibromyalgie-Vereinigung (DFV) e.V. greifen immer mehr Fibromylagie- Betroffene auf Naturheilkunde und alternative Verfahren zurück. Demnach werden Verfahren wie die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Körpertherapien, die Homöopathie und Ernährungsumstellungen bei der DFV genannt.

Alternativmedizinisch kann außerdem Dunkelfeldmikroskopie mit anschließender Milieutherapie als efahrungsgemäß wirksam angeführt werden. In der Regel zeigen sich im Blut eine Übersäuerung des Gewebes sowie Auffälligkeiten in der Immunfunktion. Mit Medikamenten, die nach dem Begründer Dr. Enderlein vor allem aus Pilzen oder Bakterien hergestellt werden, soll das Körpermilieu verändert und die Erkrankung ursächlich beseitigt werden. Auch Zubereitungen aus Ameisensäure oder eine Therapie mit pulverisierten Pilzen (Mykotherapie) können heilsam sein.

Manuelle Körpertherapie

Eine manuelle Körpertherapie die die Körpersprache und Aussagen der Fibromyalgie- Betroffenen berücksichtigt ist das Fasziendistorsionsmodell (FDM). Hier sieht man die ziehenden brennenden Schmerzen und die Kraftlosigkeit der Patienten als chronische Verdrehungen des Bindegewebes (Triggerbänder) mit Verklebungen (Adhäsionen) der Faszien. Die Krämpfe und Mißempfindungen sieht man als Verdrehungen der oberflächlichen Spiralwindungen der Faszien- sogenannte Zylinderdistorsionen. Sie werden auch großflächig behandelt und sollen so wieder in die physiologische Form gebracht werden. Bei den Triggerbändern hingegen müssen nach Ansicht des FDM zuallererst die Verklebungen gelöst werden, damit anschliessend sie wieder durch eine Daumentechnik korrigiert werden sollen. Die Steifheit wird als sogenannte Tektonische Fixation (TF) bezeichnet. Ähnlich dem „Tin Man“ bei dem Zauberer von Oz führt ein Mangel an Gleitfähigkeit und Flüssigkeit zu Einschränkungen und dem Gefühl der Steifheit (Steifer Nacken, Steifer Hals). Diese Symptomatik wird als letztes behandelt, da sie meist als Folge der anderen Fasziendistorsionen gesehen wird.

Eine andere manuelle Körpertherapie ist das Rolfing oder auch Strukturelle Integration (SI) genannt. Dabei werden die allgemeine Statik und die Spannungsverhältnisse des Körpers für Behandlung und Diagnose hinzugezogen. Auch wird das allesumspannend und durchziehende Bindegewebsnetz des Körpers mit den Faszien manuelle bearbeitet. Es soll wieder gleit- und anpassungsfähig gemacht werden, um das Auftreten von Beschwerden kompensieren und wieder physiologisch funktionieren zu können.

Ähnlich geht die Osteopathie vor. In der Osteopathie gibt es eine große Spannbreite von Ansätzen und Methoden. In der Fibromyalgie sehen einige Osteopathen, die vielfach sehr kraniosakral orientiert sind, eher eine Reaktion des Organismus auf erlebte Traumata oder Stresszustände. Um das Nervensystem wieder ins Gleichgewicht zu bringen oder die Traumata für den Organismus verarbeitbar zu machen, wird mit meist sanften Techniken am ganzen Körper und vermehrt am Kopf gearbeitet.

Es gibt auch osteopathische Ansätze, die mit druckschmerzhaften Punkten, den sogenannten Triggerpunkten arbeiten und Ansätze, die die freie Beweglichkeit des betroffenen Organismus eingeschränkt und als Ursache für die Beschwerden sehen. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie)

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