Morbus Paget

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Der Morbus Paget oder auch Osteodystrophia deformans ist eine Erkrankung der Knochen. Der Stoffwechsel der Knochen ist krankhaft erhöht, wodurch es zu einer Verdickung an den betroffenen Stellen kommt.

Inhaltsverzeichnis:
Synonyme
Symptome Morbus Paget
Beschwerden
Ursachen
Therapie

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Synonyme

Paget-Syndrom, Paget-Krankheit, Osteodystrophia deformans, Osteitis deformans, Paget´s disease.

Morbus-Paget

Symptome Morbus Paget

Symptome beim Morbus Paget können garnicht vorhanden oder Schmerzen sein, die in der Tiefe empfunden werden und medizinisch als Knochenschmerzen gedeutet werden. Betroffen sind meist stark belastete Knochen wie das Becken, die Beinknochen, Lendenwirbelsäule und teilweise auch die Kieferknochen. Manchmal sind die Knochenverwachsungen von außen sichtbare Deformitäten und man kann bei dicht unter der Haut liegenden Knochen den erhöhten Stoffwechsel in Form von Wärme tasten. Auch kann es zu Knochenbrüchen kommen.

Beschwerden

Als sekundäre Beschwerden können die Verwachsungen auf Nerven drücken und zum Beispiel Ischiasschmerzen, Kreuzschmerzen, Rückenschmerzen auslösen, zu Muskelverspannungen und -verhärtungen mit Nackenverspannungen führen oder, bei einem Befall der Schädelknochen, beispielsweise zu Schwerhörigkeit.

Benannt ist die Erkrankung nach dem englischen Pathologen und Chirurg Sir James Paget (1814- 1899), der die Krankheit um 1877 als erster beschrieben hat. Betroffen sind mehr Männer als Frauen nach dem 40. Lebensjahr, in allen Kontienten außer in Afrika und Asien. Vermutet wird bisher als Ursache eine Virusinfektion oder eine genetische Disposition.

Therapie

Bei Morbus Paget sind die Therapiemöglichkeiten bis heute begrenzt. Es lässt sich auf nicht invasivem Wege keine Heilung, sondern lediglich eine Linderung der Beschwerden erreichen. Vorliegenden Knochenschmerzen wird meist mit Schmerzmitteln begegnet und gegen die entzündlichen Prozesse kommen entzündungshemmende Arzneien zum Einsatz. Auch Krankengymnastik kann den Betroffenen Linderung verschaffen und gleichzeitig zum Erhalt der Beweglichkeit beitragen. Des weiteren können bei schweren Verlaufsformen sogenannte Bisphosphonate angewandt werden, die den beschleunigten Knochenabbau beziehungsweise -umbau verhindern sollen. Sind die Beeinträchtigungen der Patienten zu gravierend, besteht die Möglichkeit einer Operation, bei der die Knochen im Rahmen einer Osteotomie gerichtet oder durch Endoprothesen ersetzt werden. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie)

Bildnachweis: sabine koriath  / pixelio.de