Morbus Scheuermann

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Scheuermann- Krankheit

Unter der Scheuermann- Krankheit versteht man eine Wachstumsstörung der Wirbelsäule, die im jugendlichen Alter auftritt und die zu Rückenschmerzen führen kann.

Inhaltsverzeichnis:
Morbus Scheuermann
Synonyme
Ursachen
Symptome

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Synonyme

Scheuermann- Krankheit, Scheuermannsche Krankheit, Morbus Scheuermann, Adoleszentenkyphose, juvenile Kyphose, aseptische Osteochondrose, Osteochondritis deformans juvenilis dorsi, juvenile Osteochondrose.

Ursachen

In der Pubertät kommt es zu einem Ungleichgewicht zwischen Belastung und Belastbarkeit der Wirbelsäule, vornehmlich der Brustwirbelsäule (BWS), wohl verbunden mit muskulären Asymmetrien. Es kommt zu Schädigungen der Kanten Wirbelkörper der Wirbelsäule an deren Wachstumszonen. Dadurch bekommen die betroffenen Wirbel eine Keilform und die sogenannten Schmorlschen Knötchen- dies sind Knoten mit Bandscheibenmaterial zwischen den Deckplatten der Wirbel. Es kann auch zu einem Einbrechen der Wirbelkörperdeckplatten kommen.

Symptome

Häufig ist ein „Zustand nach Morbus Scheuermann“ ein Zufallsbefund im Erwachsenenalter, weil durch eine Fixation der Brustwirbelsäule wohl die Lendenwirbelsäule und die Halswirbelsäule mit ihren Weichteilstrukturen überlastet sind und Beschwerden bereiten. Dadurch und direkt durch die Veränderungen an der BWS kann es zu Nackenverspannungen, Muskelhartspann, Rückenschmerzen, Flankenschmerzen und Steifheit im Rücken kommen.

Aber auch in der Pubertät kann es zu Rückenschmerzen und Nackenverspannungen bei den betroffenen Jugendlichen kommen. Eine Belastung kann das Verbleiben der Brustwirbelsäule in der Beugung nach vorne (Kyphose) gerade für Jugendliche aus ästhetischen Gründen sein.

Benannt ist die Erkrankung nach dem dänischen Orthopäden und Radiologen Dr. Holger W. Scheuermann (1877- 1960), der die Erkrankung um 1921 beschrieb. (Thorsten Fischer, Heilpraktiker Osteopathie)