Nierenentzündung

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Entzündung der Niere

Das nephritisches Syndrom: Verschiedene Gesichter der Nierenentzündung. Weil für eine Nierenentzündung verschiedene von Ursachen und Verlaufsformen bekannt sind, spricht man auch vom „Nephritischen Syndrom“. Eine Nierenentzündung kann unterschiedliche Abschnitte der Niere betreffen und durch verschiedene Grunderkrankungen bedingt sein. Sehr häufig ist das Funktionsgewebe in der Nierenrinde betroffen, dann liegt eine Glomerulonephritis vor. Diese stellt eine doppelseitige abakterielle Entzündung der Nieren dar, die meist durch immunologische Prozesse nach einem (Streptokokken)Infekt oder bei chronisch eitrigen Entzündungsherden ausgelöst wird.

Daneben können auch Stoffwechselerkrankungen wie die Gicht durch Ablagerungen entzündliche Prozesse in den Nieren (Gichtnieren) auslösen. Die Glomerulonephritis kann akut oder chronisch verlaufen und mündet vielfach in fortschreitenden Funktionsstörungen der Niere (Chronische Niereninsuffizienz CNI).

Inhaltsverzeichnis:

Nierenentzündung
Funktionen der Niere
Akute postinfektiöse Glomerulonephritis
Symptome akute Nierenentzündung
Chronische Glomerulonephritis
Behandlung
Behandlung Naturheilkunde

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Funktionen der Niere

Die Blutreinigung erfolgt durch ein röhrenartiges Filtersystem in der Nierenrinde. Die Aufgabe der menschlichen Nieren besteht in der Reinigung des Blutes, indem Stoffwechselschlacken, Harnsäure und Harnstoff als Produkte des Eiweißstoffwechsels regelmäßig mit überflüssigem Wasser ausgeschieden werden. Dazu werden über die Nieren täglich einige hundert Liter Blut gefiltert, was insbesondere im Bereich der Nierenrinde geschieht. Dort befinden sich unzählige Gefäßschlingen (Glomeruli), trichterartige Gebilde sowie ein Röhrensystem, in welchem auf ca. 100 km Länge bis zu zwei Liter Harn pro Tag ausgefiltert werden.

Nierenentzündung

Akute postinfektiöse Glomerulonephritis

Bei einer Glomerulonephritis sind vor allem die Glomeruli, also die Gefäßschlingen des Filtersystems der Niere, von der Entzündung betroffen. In der Regel gehen der Erkrankung Infektionen wie Scharlach, Lungenentzündung, Masern, Erkältungen aber auch eitrige Entzündungsherde im Kopfbereich voraus, etwa eine Mandelentzündung (Angina tonsillaris), Nebenhöhlenvereiterung (bei Sinusitis) oder eitrige Zahnherde. Auch Vergiftungen können ursächlich sein. Bei der Abwehrreaktion entstehen dabei Immunkomplexe, die über den Blutkreislauf in die Nieren gelangen und dort krankhafte Veränderungen an den Gefäßschlingen verursachen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von einer Immunkomplexkrankheit bzw. einer Allergie Typ III.

Symptome akute Nierenentzündung

Symptome der akuten Nierenentzündung. Die Beschwerden reichen von allgemeinen Symptomen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Fieber, Blässe und starkem Durst über Gliederschmerzen, Flankenschmerzen, krampfartigen Schmerzen in der Nierengegend (Kolik) über Erbrechen, Bluthochdruck mit Kopfschmerzen, bis zur Hämaturie (Blut im Urin) bei geringer Harnmenge. Wasseransammlungen (Ödeme), sichtbar als Schwellungen um Augen und Fußgelenke, weisen auf die gestörte Ausscheidungsfunktion der Nieren hin. Heilt die akute Nierenentzündung nicht oder unzureichend aus, entwickelt sich ein chronisch krankhafter Entzündungsprozess.

Chronische Glomerulonephritis

Die Chronische Glomerulonephritis führt zu Nierenversagen und Selbstvergiftung. Bei chronischer Glomerulonephritis fehlen häufig spezifische Symptome oder sind nur abgeschwächt vorhanden. Durch die Ablagerungen im Filtersystem der Nierenrinde entsteht ein nierenbedingter Bluthochdruck (Hypertonie), der dauerhaft Herzmuskel und Blutgefäße im Gehirn schädigen und zu Herzschwäche oder Schlaganfall (Apoplex) führen kann. Als Spätfolge drohen das nephrotische Syndrom mit hohem Eiweißverlust (Proteinurie), Schrumpfnieren, Nierenversagen und eine lebensbedrohliche Harnvergiftung (Urämie), wenn die Nieren der Blutreinigung nicht mehr ausreichend nachkommen können.

Behandlung

Bei derkonventionellen Behandlung, werden neben der Empfehlung zu Bettruhe und einer Kontrolle des Flüssigkeitshaushaltes zur Behandlung der Grunderkrankung oftmals Antibiotika eingesetzt. Daneben werden, insbesondere bei hochakutem Verlauf blutdrucksenkende Medikamente verordnet und solche, die Einfluss auf die Immunreaktionen nehmen sollen (Immunsuppressiva, Kortikoide).

Behandlung Naturheilkunde

In der Naturheilkunde sind einige Heilpflanzen bekannt, die in spezifischer Zusammensetzung sowohl zur Behandlung akuter als auch chronischer Verlaufsformen von Nierenentzündungen eingesetzt werden. Insbesondere eignet sich das Kraut der Goldrute aufgrund ihrer entzündungswidrigen, antibakteriellen, krampflösenden und harntreibenden Eigenschaften.

Ursächliche Störfelder, v.a. im Kopfbereich sollten aufgespürt und saniert werden. Zur Diagnostik dienen dabei u.a. Biofunktionsdiagnostik oder der D/Dx-Test mit Spenglersanen. Zur Sanierung der störenden Herde wird vielfach die Neuratherapie eingesetzt, als klassische Naturheilverfahren eignen sich zur Behandlung der Nierenentzündung auch Schröpfen und Baunscheidtismus, Leibwickel und verschiedene Sitzbäder. (Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin)

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