Nierenvenenthrombose

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Eine Nierenvenenthrombose entsteht ein- oder zweiseitig durch die Bildung eines Blutpfropfens, der lokal, häufig aber auch in der Becken-, Bein- oder Hohlvene entsteht, in die Nierenvene aufsteigt und dort zum Teil heftige Symptome auslöst. Die Nierenvenenthrombose kann akut oder chronisch, teilweise oder komplett vorliegen und durch Untergang des Nierengewebes früher oder später zum Funktionsausfall der Niere(n) führen.

Inhaltsverzeichnis:
Nierenvenenthrombose
Akuter Nierenverschluss
Ursachen
Therapie

Mehr zum Thema:

Akuter Nierenverschluss

Der Verschluss der Nierenvene kann heftigste Schmerzen auslösen. Der akute Nierenvenenverschluss verursacht eine Blutstauung in der Niere, die – je nach Ausmaß des Verschlusses – Bluthochdruck, heftigste Nierenkoliken, starke Flankenschmerzen und Bauchschmerzen auslösen. In den spärlichen Urinmengen findet sich sichtbares Blut (Makrohämaturie) und vermehrt Eiweiß (Proteinurie). Ein partieller Verschluss führt weniger zu krampfartigen Beschwerden als vielmehr zu einem Dauerschmerz in den Flanken. Dauerhaft führt jedoch auch der unkomplette Verschluss zum Absterben des Nierengewebes mit Funktionseinbußen.

Nierenvenenthrombose

Ursachen

Die Nierenvenenthrombose kann direkt durch Nierenverletzungen oder Operationen ausgelöst werden oder sekundär bei Nierenzysten, Glomerulonephritis, Nierentumor oder Blutgerinnungsstörungen auftreten. Bei Kindern kann die Nierenvenenthrombose durch innere Austrocknung (Dehydratation) durch mangelnde Flüssigkeitsaufnahme oder massivem Flüssigkeitsverlust, etwa bei Durchfall und Erbrechen, ausgelöst werden.

Therapie

Die Therapie besteht insbesondere im akuten Fall in der sofortigen Auflösung des Blutpfropfen aber auch prophylaktisch durch die Gabe gerinnungshemmender Medikamente (Heparin, Cumarin) und Schmerzmittel. (Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin)

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