Rachenentzündung (Pharyngitis)
Rachenentzündung
Rachenentzündung (Pharyngitis)
Bei einer Pharyngitis (Rachenentzündung) ist die Rachenschleimhaut teilweise oder vollständig mit Schwellung und Rötung entzündlich verändert, es bildet sich ein zäh-schleimiges bis eitriges Sekret. Typische Beschwerden sind Wundheitsgefühl mit Kratzen und Brennen im Halsbereich, schmerzhafte Schluckbeschwerden, die bis in die Ohren ausstrahlen können sowie starker Durst, Kopfschmerzen und Fieber.
Meist entsteht die akute Pharyngitis während einer Infektion im Bereich der oberen Atemwege durch Viren oder Bakterien. Aber auch mechanische Schädigungen, starke Hitzeeinwirkung, Staub, chemische Substanzen wie reizende Gase, Chlor, Nitrate oder bestimmte Medikamente können die Entzündung auslösen.
Die chronische Pharyngitis verläuft meist weniger schmerzhaft und ohne Fieber. Sie betrifft häufig Menschen, die berufsbedingt viel sprechen bzw. singen müssen oder solche, die allgemein unter erhöhter Infektanfälligkeit, insbesondere im Bereich der oberen Atemwege, leiden.
Eine Behandlung muss die Einwirkung möglicher Reizstoffe im beruflichen und häuslichen Umfeld berücksichtigen. Dazu gehören stark befahrene (abgasreiche) Straßen im Wohngebiet genauso wie der Konsum von Nikotin und Alkohol. Hilfreich ist ein Sprechverbot mit Bettruhe und Fastendiät in den ersten Tagen. Die Beschwerden der infektiösen Form können durch schmerzlindernde, schweißtreibende sowie entzündungshemmende Pflanzendrogen (z.B. Silberweide, Lindenblüten, Salbei) positiv beeinflusst werden. (Jeanette Viñals Stein, 24.10.2009)