Tarsaltunnel- Syndrom
Tarsaltunnel- Syndrom- Schmerzen und Taubheit in den Füßen
Pro Tag legen wir wohl durchschnittlich ca. 10 000- 15 000 Schritte zurück, bei denen das volle Körpergewicht auf unseren Füßen ruht. Ein Garant für unsere Fortbewegung ist also, dass die Füße gut und schmerzfrei funktionieren. Bei dem sog. Tarsaltunnel- Syndrom kommt es hier zu Störungen wohl durch eine Kompression eines Nerven. Der Tarsaltunnel liegt am Innenknöchel unter einem Halte- Band (genannt Retinaculum musculi flexorum) und in ihm, und somit auch unter dem Band hindurch, verläuft unter anderem der Schienbeinnerv, genannt Nervus tibialis, und kann dort abgeklemmt werden. Dies kann in der Folge zu Schmerzen, Störungen in der Sensibilität mit Berührungsempfindlichkeit und Taubheit dort, an der Ferse und unter dem Fuß führen, da der Nerv in diesen Regionen seine sensiblen von ihm versorgten Bereiche hat. Auch die Beugemuskeln des Unterschenkels und die der Fußsohle werden vom Nervus tibialis versorgt.
Selbst wenn die Symptome nicht besonders ausgeprägt sind, sind die Folgen für die Betroffenen sehr belastend und schnelle Abhilfe vonnöten, weil sie stark in ihrer Bewegung und somit dem sozialen Leben eingeschränkt sind. Sie haben das Gefühl, dass sie sich nicht mehr auf ihre Füße verlassen können und werden unsicher im Gehen. Viele klagen gerade nachts in Ruhe über Beschwerden und leiden in der Folge zusätzlich unter dem Schlafmangel.
Akute Geschehen an der Knöchelregion, wie Verdrehungen, starke Blutergüsse und Brüche, aber auch Überlastungen, können dafür verantwortlich sein. Andere Erkrankungen der benachbarten Strukturen, wie der Sehnen oder rheumatischer Erkrankungen können zu einer Enge im Kanal führen die oben genannten Beschwerden verursachen. Auch Durchblutungs- und Hormonstörungen, Schwangerschaft und Wechseljahre können die Beschwerden beeinflussen oder verursachen.
Mechanisch ist es sinnvoll, die ganze Strecke des Nerven zu untersuchen und auf eventuelle Kompressionen schon vor dem Tarsaltunnel zu untersuchen und die Belastungsverteilung im Bein und natürlich besonders im Fuss in Ruhe und Bewegung zu beobachten und gegebenfalls zu behandeln.
Wenn Betroffene spüren, dass sie sich durch eine erfolgreiche Behandlung wieder auf ihre Füße verlassen und diese ohne Einschränkungen einsetzen können, ist dies eine große Erleichterung und führt sie wieder zurück zu einem Zustand, in dem sie ihre sozialen Aktivitäten voll wahrnehmen können. (Heilprakt. Thorsten Fisch, 28.11.2009)