Salbei – Anwendung, Wirkung und Rezepte

Marten Bischoff
Der Name Salbei leitet sich vom lateinischen Wort „salvare“ ab – das bedeutet heilen. Dies verweist darauf, dass die Gattung Salvia bereits in der Antike für ihre medizinische Wirkung berühmt war. Wenn wir Salbei sagen, meinen wir dabei meist den Echten Salbei (Salvia officinalis). Dabei handelt es sich nur um eine von circa 900 Arten. Was macht diese so besonders? Das Wichtigste in Kürze:

  • Echter Salbei ist nur eine von 900 Arten, die alle heilende Wirkstoffe enthalten.
  • Echter Salbei glänzt mit ätherischen Ölen wie Borneol und Thujon, Taninen und Saponosiden.
  • Er fördert die Verdauung, treibt die Galle, wirkt antiseptisch und gegen Entzündungen, löst Schleim und Husten, betäubt Schmerzen.
  • Salbei senkt den Blutzuckerspiegel, bremst den Schweißfluss, hilft gegen Asthma und Erkrankungen im Unterleib, wirkt gegen Halsschmerzen und Heiserkeit.
  • Sie sollten Salbei sparsam verwenden, da die ätherischen Öle in hoher Konzentration zu Vergiftungen und Störungen des Nervensystems führen können.
  • Gegurgelter Salbeitee ist ein Mittel gegen blutendes Zahnfleisch, äußerlich aufgetragen gegen Hautrötungen, Hautausschlag und Geschwüre, sowie gegen Mundgeruch. Um die Verdauung zu fördern, trinken wir den Tee.

Wirkstoffe

Salbeiarten enthalten Terpene, in ihren Drüsen sitzen ätherische Öle, in den Harzen Diterpene. Dazu gehören Diterpen-Bitterstoffe wie Carnosol, Pokirosalvin, Rosmanol, Safficinolid und Salvin. Die Blätter beinhalten Triterpene. Der Echte Salbei und andere Arten mit intensivem Geschmack verfügen über Borneol, Thujon, Bornylester, Linalool, Camphen, Limonen und Campher. Hinzu kommen Tanine, Saponoside und Cholin. Das ist eine ganze Menge, aber längst nicht alles. So sind in den Blättern Flavonoide und Gerbstoffe wie Rosmarinsäure in größerem Umfang vorhanden.

Salbei (Salvia officinalis) war schon in der Antike für seine heilende Wirkung bekannt und wurde z. B. gegen Erkrankungen der Atemwege eingesetzt. (Bild: Scisetti Alfio/fotolia.com)

Anwendungen

Seit der Antike wird Salbei vor allem für drei Arten von Beschwerden eingesetzt: Erstens gegen Erkrankungen der Atemwege, zweitens gegen Störungen in Mund und Rachen, und drittens gegen Schweißfluss.

Weniger verbreitet, aber wirksam sind Salbeitinkturen gegen Pickel, Akne, Ekzeme, zur Wundspülung oder gegen kleinere Geschwüre. Hier tragen wir die Flüssigkeit auf die betroffenen Stellen auf, mit Umschlägen oder pur.

Zahnpflege

Unseren Vorfahren ersetzten Salbei und Minze die Zahnpasta. Sie nehmen dazu ein Salbeiblatt und reiben damit die Zähne ebenso ein wie das Zahnfleisch. Damit sorgen Sie nicht nur für angenehmen Geruch, sondern bekämpfen auch Viren, Bakterien und Pilze. Das Blatt wirkt wie eine Bürste, und sie entfernen damit auch Zahnbelag und Verschmutzungen. Sie können auch einen Blattstängel wie einen Zahnstocher verwenden und Nahrungsreste aus Zahnlücken kratzen.

Die Lamiaceen-Gerbstoffe ziehen die Schleimhäute im Rachen zusammen. So können Viren und Bakterien schlecht eindringen, und kleinere Wunden verschließen sich. Eine entzündete Mundschleimhaut beruhigt sich.

Salbeitee

Für einen Salbeitee gießen Sie 1 g Blätter mit 100 ml heißem Wasser auf, lassen alles zehn Minuten ziehen und gießen dann ab. Da Echter Salbei herb schmeckt, können Sie Honig und Zitronensaft hinzufügen. Wenn Sie den Tee trinken, fördern Sie die Verdauung, lindern Halsschmerzen wie Heiserkeit und stärken sich insgesamt bei Infektionskrankheiten. Diesen Tee zu trinken hilft auch gegen Asthma und Husten.

Salbeitee fördert die Verdauung, lindert Halsschmerzen und Heiserkeit und hilft bei Asthma und Husten. (Bild: oxie99/fotolia.com)

Salbeisirup

Im Mittelalter war ein Sirup aus Salbei, Honig und Apfelessig die beliebteste Medizin überhaupt. Die Menschen nahmen diesen Sirup mit Wasser verdünnt ein gegen Infektionen in Rachen und Hals, sowie gegen Husten und Erkältungen, später sogar, um Tuberkulose zu behandeln. Das war kein Aberglauben, sondern zählte zu den real wirksamen Mitteln. Für einen solchen Sirup legen Sie klein geschnittene Salbeiblätter, frisch oder getrocknet, im Verhältnis von 1 zu 10 in Apfelessig ein und geben Honig hinzu, bis das Ganze weniger bitter schmeckt.

Öl, Parfüm und Kompost

Den Tee gewinnen Sie einfach aus den frischen oder getrockneten Blättern. Die oberirdischen Teile der Pflanze bergen das wertvolle Salbeiöl. Dieses aromatisiert Eiscremes, Süßwaren oder Getränke. Es spielt auch eine Rolle in Parfümen und Haarshampoos.
Die Pflanzenteile, die Hobbygärtner oft im Überfluss haben, sind ein ausgezeichneter Kompost, da sie die Bakterien fördern, die Pflanzen in Humus verwandeln.

Räucherwerk

Früher räucherten die Menschen mit getrocknetem und verbranntem Salbei ihre Häuser aus, um Dämonen zu vertreiben – ein solcher Rauch hilft real gegen Insekten. In Nordamerika ist „Sage“ die wichtigste Pflanze bei Ritualen der American Natives und eine Lehrerpflanze von Schamanen. Wiederum handelt es sich hier nicht um reinen Geisterglauben. Salbei wirkt gegen Bakterien und Viren und eignet sich deshalb ausgezeichnet, Innenräume mit Rauch von diesen Plagegeistern zu reinigen.

Dampfbad mit Salbei

Ist bei Ihnen eine Erkältung ausgebrochen, hilft ein Dampfbad mit Salbei. Zum einen unterstützt das Bad die Durchblutung der Schleimhäute, was die Vermehrung der Viren bremst, zum anderen wirken die Stoffe des Salbeis direkt gegen die Erreger. Sie geben einige Tropfen Salbeiöl in eine Schüssel und gießen bis zu drei Liter Wasser hinzu. Jetzt legen Sie ein Tuch über die Schultern, beugen den Kopf über den Dampf und zwar so, dass keine Dämpfe entweichen. Sie atmen tief durch, bis das Wasser nach circa zehn Minuten kalt wird.

Ein Dampfbad unterstützt die Durchblutung der Schleimhäute und hemmt so die Vermehrung der Viren, anderseits wirken die Stoffe des Salbeis direkt gegen die Erreger. (Bild: closeupimages/fotolia.com)

Echter Salbei als Gewürz

Schon bei den Griechen und Römern war Salbei nicht nur Heilmittel, sondern auch Gewürz bzw. beides gleichzeitig. Tatsächlich sind die Grenzen fließend: Da Salbei die Verdauung fördert, eignet er sich nicht nur als Mittel gegen Magenbeschwerden, sondern beugt diesen auch vor, wenn Sie ihn als Würzmittel zu fettem Fleisch wie Schaf oder Schwein geben. Salbei passt auch sehr gut zu Eintöpfen mit Bohnen und Speck, Erbsen und Rauchfleisch und allem, wo ein Geschmack nach Wurst angesagt ist. Er dient auch als klassisches Gewürz bei der Produktion von grober Bratwurst, besonders italienische Wurstrezepte basieren auf Schweineschulter, Schweinefett und Salbei. Was viele für einen „typischen Wurstgeschmack“ halten, ist in Wirklichkeit Salbeigeschmack. Auch Veganer, die den „Wurstgeschmack“ vermissen, können also auf Salbei zurückgreifen. Frische junge Blätter und Blüten finden sich auch in Salaten. Probieren Sie es aus, der intensive Geschmack liegt aber nicht jedem.

Nebenwirkungen und Risiken

Benutzen Sie Salbeiöl nie unverdünnt. Das reizt die Schleimhäute. Um zu gurgeln, geben Sie lediglich wenige Tropfen Öl in ein Glas Wasser. Salbei zu Heilzwecken sollten Sie nur so lange wie nötig anwenden. Das im Salbei vorhandene Thujo führt in großen Dosen zu Vergiftungen. Sie sollten Salbei, zumindest in höheren Dosierungen, grundsätzlich nicht nehmen, wenn Sie schwanger sind oder ein Baby stillen. Auch Kleinkinder sollten auf Salbei verzichten. Generell sollten Säuglinge nicht an Mund und Nase mit ätherischen Ölen in Berührung kommen.

Eine Pflanze mit Geschichte

Salbei ist eine der ältesten belegten Heilpflanzen. Griechische Schüler der Philosophie kauten Salbei, um ihren Geist zu öffnen. In Griechenland galt der Duft des Salbeis als Dank der Schönheitsgöttin Aphrodite. Diese flüchtete sich angeblich vor Zeus unter einem Salbeibusch. Zeus wollte den Salbei mit der Sonne verbrennen, doch die Göttin schützte die Pflanze mit ihren weißfelligen Blättern, die sie bis heute trägt.

Plinius verdanken wir im 1. Jahrhundert den Begriff „salviam“, was gesund, vollkommen oder heilsam bedeutet. Die Römer brachten den Salbei auch über die Alpen, und Karl der Große rief dazu auf, ihn anzupflanzen. Im Hochmittelalter gehörte er zu jedem Klostergarten. Die medizinische Universität in Salerno schrieb gar: „Warum soll ein Mensch sterben, wenn in seinem Garten Salbei wächst.“

Salbei im Mythos

Die wirklichen Heilkräfte des Salbeis beflügelten auch den Aberglauben. So glaubten manche Franzosen und Engländer, Salbei könne unsterblich machen – mit den richtigen Beschwörungsformeln versteht sich.
Salbei galt als Pflanze der Jesusmutter Maria und angeblich versteckte sich Jesus Familie auf der Flucht hinter einem Salbeistrauch.

Gegen Hexen sollte ein Salbeibüschel an der Türschwelle helfen. Dieses schützte außerdem vor Wetterkatastrophen, vor dem bösen Blick und Gedanken, die der Teufel einpflanzte. In der Kirche bewahrte die Besucher ein Säckchen Salbei davor, während der Predigt einzuschlafen und so Schuld auf sich zu ziehen. Legte man einen Salbeizweig in den Misthaufen, sollten daraus ein Wurm und ein Vogel entstehen und Frauen, denen Hexen Salbeisuppe gaben, sollten danach Kröten zur Welt bringen.

Salvia officinalis – Beschreibung

Echter Salbei ist ein Halbstrauch. Er riecht intensiv, die Stängel erreichen bis zu 1 m Länge, verholzen über dem Boden und bilden eine Korkschicht auf der Rinde aus. Im oberen Teil verkrautet der Stängel und weißer Filz bedeckt ihn.

Die Blätter wachsen gegenständig in schmalen Lanzetten. Sie sind gräulich grün gefärbt. In den oberen Blattachseln bilden sich violette Blüten, die bei dem Lippenblütler zweilippig sind. Salvia officinalis blüht zwischen Mai und Juli.

Die Blüten bestehen aus unzähligen drei- bis vierblütigen Quirlen mit röhrenförmigen Kelchen, die in den beiden Lippen enden, von denen die obere sich in drei Zähne teilt, die Unterlippe hingegen in zwei. Die violette Krone hat eine einfache Oberlippe mit einer dreigeteilten Unterlippe. Am Grund des Kelches entwickeln sich vier braunschwarze Früchte.

Salbei (Salvia officinalis) blüht zwischen Mai und Juli. Frische junge Blätter und Blüten finden sich sogar in Salaten. (Bild: Sergii Mostovyi/fotolia.com)

Herkunft der klassischen Salvia

Echter Salbei stammt ursprünglich aus Südeuropa, wurde aber durch die Römer bereits in der Antike in Mitteleuropa verbreitet. Als mediterranes Gewächs liebt er zwar trockene Böden und viel Sonne, passt sich aber so gut an, dass er bei ausreichender Sonne bald die ganze Fläche bedeckt. In Gärten sollten Sie deshalb genau überlegen, wo Sie den Salbei platzieren – in einem Kräuterbeet verdrängt er schnell weniger dominante Küchenkräuter wie beispielsweise Dill.

Eine große Verwandtschaft

Der Echte Salbei ist nicht der einzige seiner Gattung, den wir hierzulande nutzen. Salvia fruticosa, der Griechische Salbei, liefert zum Beispiel den Großteil der getrockneten Salbeiblätter, die wir kaufen und daraus Tee oder Gewürz zubereiten. Sein Öl streckt das teurere Lavendelöl.

Muskatellersalbei

Als Küchengewürz sogar beliebter als der Echte Salbei mit seinem ebenso einzigartigen wie strengen Aroma ist der Muskateller-Salbei (Salvia sclarea). Wild kommt er ebenfalls im Mittelmeerraum vor, ist aber in deutschen Gärten einfach zu vermehren. Medizinisch wirkt er ähnlich wie der Echte Salbei und kann genauso verwendet werden.

Besondere Bedeutung hat der Muskateller-Salbei jedoch in der Nahrungsmittelindustrie. Sein Name rührt daher, dass der Geschmack an Muskateller-Trauben erinnert. Deshalb findet er sich in Alkoholika wie Bieren, Likören und Weinen, aber auch in Cocktails, Bowlen und Säften. Er verstärkt zudem die Wirkung des Alkohols. Für Salate und andere Rohkost eignet sich sein fruchtiges Aroma besser als das des Echten Salbeis. Am Mittelmeer gehören seine in Backteig frittierten Blätter zu typischen Tapas oder Antipasti.

Im Mittelalter war er ebenso Heilpflanze wie der Echte Salbei, sein Öl galt als förderlich für Künstler und sollte den Geist öffnen. Das Öl riecht nach Ambra und ist deshalb für Seifen, Shampoos und Deos beliebt – für Deos auch deshalb, weil dieser Salbei ebenfalls den Schweißfluss bremst. In Körpercremes mit Salvia sclarea verbindet sich der Traubenduft mit der Wirkung gegen Bakterien und Entzündungen. Deswegen ist Muskateller-Salbei in der Kosmetikindustrie heiß begehrt. Das Muskatellersalbeiöl löst Krämpfe und entspannt Haut und Muskeln. Früher nahmen es Frauen gegen Menstruationsbeschwerden. Das Öl fördert die Durchblutung und macht leicht euphorisch. Deswegen gilt es als Aphrodisiakum.

Psychisch sollte das Öl die Fantasie anregen, Alpträume verhindern und schöne Träume bringen, Ängste und Depressionen (historisch als Melancholie bezeichnet) lindern, Stress reduzieren und Lebensfreude zurückbringen.
Muskatellersalbei wurde auch eingesetzt gegen Kopfschmerzen, das Reizdarmsyndrom, Asthma, Spasmen und Migräne.

„Alter“ Salbei – „neues“ Chia?

Chiasamen sind ein Popstar unter „neu entdeckten“ Superfoods. Wie so oft ist das Neue gar nicht neu – Chia ist das spanisch-mexikanische Wort für Salbei. Bei den Chiasamen, Chiamehlen oder Chiadrinks handelt es sich also um Produkte aus amerikanischen Salbeiarten.
Die Klausen des Kalifornischen Salbeis (Salvia columbariae) lassen sich roh, gebraten, gekocht oder gebacken essen. Im Südwesten Amerikas werden sie zum Großteil zu Mehl verarbeitet. Aus diesem lassen sich dunkle Brote herstellen – ähnlich wie die hier verbreiteten Chiabrötchen. Dieses Brot ist gesund, denn es enthält eine Menge Niacin, Thiamin, Zink, Calcium und Mangan.

Keimsprossen der kalifornischen Chia sind in den USA in Salaten und auf Burgern beliebt. Ein Drink aus den eingeweichten Keimen stillt in der Hitze des Südwestens den Durst. Der Mexikanische Salbei (Salvia hispanica) lässt sich ebenso einsetzen wie der Kalifornische. Der Azteken-Salbei Mexikos (Salvia divinorum) wirkt indes halluzinogen, was seinen Ruf als magische Pflanze erklärt.

Chiasamen – hier als Pudding mit Beeren – lassen sich roh, gebraten, gekocht oder gebacken essen. (Bild: beats_/fotolia.com)

Rituelle Reinigung

Zentrale Bedeutung bei den American Natives hat der Weiße Salbei (Salvia apiana), auch Indianischer Räuchersalbei genannt. Die Natives essen seine Sprossspitzen roh und nehmen so eine Menge Mineralstoffe auf. Mit den in Wasser geschnittenen Blättern wuschen sie traditionell ihre Haare und schützten so die Kopfhaut vor stechenden Insekten, Flöhen, Läusen und Milben. Die frischen Blätter nutzten sie auch als DEO. Die getrockneten Blätter verbrennen Natives noch heute bei allen Formen von rituellen Reinigungen, und auch ganz praktisch, um Häuser zu desinfizieren, wenn dort Krankheiten grassierten oder Ungeziefer sich breit gemacht hat.

Salbei anbauen

Wenn Sie Salbei selbst anbauen wollen, verzichten Sie auf Überdüngung. Gartenkompost reicht vollkommen, und selbst das ist nicht notwendig. Salbei kommt vom Mittelmeer und gedeiht auf mageren Böden. Wenn Sie zu viel düngen, blüht die Pflanze nicht.

Der Anbau ist denkbar einfach. Zwar bevorzugt Salbei generell kalkhaltigen Boden, doch auch Gärtner mit leicht saurer Erde können das Wachstum kaum eindämmen. Auf einem offenen Beet empfiehlt sich sogar eine Wurzelsperre, damit Salvia officinalis nicht die schwächere Konkurrenz vertreibt.
Achten Sie darauf, dass Salbei warm und sonnig steht. Lockern Sie den Boden auf und verhindern Sie Staunässe. In ein Sumpfbeet gehört Salvia nicht.

Trotz seiner Dominanz hat Salbei einen positiven Effekt auf Nachbarkräuter: Er hält effektiv Raupen, Läuse und Schnecken ab. Deswegen eignet er sich, im Zaum gehalten, hervorragend, um Beete einzufassen. Salbei selbst ist gegenüber Schädlingen wenig empfänglich. Die einzigen Gefahren sind Spinnmilben und Echter Mehltau. Salbei wächst auch in Töpfen, Kübeln oder Kästen, auf dem Balkon und der Fensterbank. Er ist winterhart und übersteht extreme Temperaturen.

Nach der Blüte verringert sich der Geschmack, und die Blätter sind weniger grün. Ernten Sie deshalb zu Beginn der Blüte oder entfernen Sie die Blüten.

Pflege

Pflege heißt, die noch nicht verholzten Triebe im Frühjahr zurück zu schneiden; wenn Sie das Holz kappen, gefährden Sie die Pflanze. Ein Schnitt pro Jahr reicht. Dieses Stutzen können Sie mit der Ernte verbinden. Sie pflücken nicht einzelne Blätter ab, sondern schneiden die Stängel ebenfalls.

Salbei trocknen

Sie binden die Zweige mit einem Gummi, Draht oder einer Schnur zu einem Strauß und hängen ihn mit der Oberseite nach unten an einer trockenen Stelle auf dem Dachboden oder in der Speisekammer auf. Die Sträuße geben ihren Duft in den Raum ab – ein guter Nebeneffekt. Die getrockneten Blätter können Sie zum Räuchern einsetzen, als Tee aufkochen, oder Fleisch und Salate würzen. (Dr. Utz Anhalt)