Cannabis-Schokoladenkuchen bringt vier Personen im Krankenhaus

In einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern hat der Verzehr eines Schokokuchens dafür gesorgt, dass vier Personen ins Krankenhaus mussten. In dem Kuchen war Cannabis-Öl enthalten. (Bild: Fischer Food Design/fotolia.com)
Alfred Domke

Cannabis-Kuchen führt zu Klinikaufenthalt – Bäcker übergibt sich bei Polizei
In einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern haben mehrere Erwachsene bei einem Treffen einen Schokoladenkuchen verzehrt, der ihnen nicht bekommen ist. In der Backmischung befand sich Cannbis-Öl. Das führte zu so starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen, dass vier von ihnen sogar im Krankenhaus landeten. Der Bäcker hingegen erbrach sich bei der Polizei.

Schokoladenkuchen mit Cannabis-Öl angereichert
Am Samstag hat ein mit Cannabis-Öl angereicherter Schokoladenkuchen in der mecklenburgischen Kleinstadt Ribnitz-Damgarten mehrere Rettungseinsätze ausgelöst. Nach Polizeiangaben mussten innerhalb kürzester Zeit insgesamt sechs Frauen und Männer zwischen 23 und 56 Jahren wegen Übelkeit und Erbrechen behandelt werden. Vier von ihnen mussten in die Klinik gebracht werden.

In einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern hat der Verzehr eines Schokokuchens dafür gesorgt, dass vier Personen ins Krankenhaus mussten. In dem Kuchen war Cannabis-Öl enthalten. (Bild: Fischer Food Design/fotolia.com)
In einer Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern hat der Verzehr eines Schokokuchens dafür gesorgt, dass vier Personen ins Krankenhaus mussten. In dem Kuchen war Cannabis-Öl enthalten. (Bild: Fischer Food Design/fotolia.com)

Bäcker übergab sich bei Polizeibefragung
Es stellte sich heraus, dass alle Erkrankten von einem Schokoladenkuchen gegessen hatten, der ihnen von einem Bekannten angeboten worden war. Der 42 Jahre alte Mann hatte nach eigenen Angaben in die Bachmischung auch ein paar Tropfen Cannabis-Öl gemischt. „Auch er hatte von dem Kuchen gegessen und musste sich noch während der Befragung durch die Polizei übergeben“, heißt es in einer Mitteilung.

Kuchen als Beweismittel sichergestellt
Der Rest des Kuchens wurde als Beweismittel und zur Untersuchung sichergestellt, die Kriminalpolizei ermittelt nun mit dem Verdacht der gefährlichen Körperverletzung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gegen den Mann. Es blieb unklar, ob die Betroffenen von dem Cannabis im Kuchen wussten.

Konsum von Marihuana kann der Gesundheit schaden
Die Polizei schreibt in ihrer Mitteilung zwar, dass der Fall allen Neugierigen eine Warnung sein soll, doch der Konsum von Marihuana und Haschisch ist bei vielen Menschen sehr beliebt. Dass dieser auch der Gesundheit schaden kann, mussten vor wenigen Monaten auch einige Pädagogen erfahren, die nach dem Verspeisen von Hasch-Keksen in einem Krankenhaus behandelt werden mussten.

Experten verweisen immer wieder auf die möglichen gesundheitsschädigenden Folgen des Konsums von Canabis-Produkten. Egal ob die Drogen gegessen oder geraucht werden, sie können neben Übelkeit auch Beschwerden wie Herzrasen, Halluzinationen, Kreislaufschwäche oder gar einen Kreislaufkollaps zur Folge haben. (ad)

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