Glückshormone: Oralsex fördert die Gesundheit beider Geschlechter

Sebastian
Männer, die Frauen oral bedienen, sollen gesünder leben
Seriöse Studien zeigen schon länger: Wer regelmäßig Sex hat, stärkt seine Psyche und damit auch seine Gesundheit. Das Thema Sexualität ist für die Wissenschaft deshalb immer wieder unabhängig von Evolutionsbedingten Gründen initiierend für Studien. Nach der Sinnhaftigkeit kann allerdings hier und dort auch gefragt werden, zumal es Hinweise darauf gibt, dass bestimmte Sexualpraktiken auch Krebsförderlich sind.
So gelagert ist beispielsweise diese Studie. Amerikanische Forscher wollen nachgewiesen haben, dass „Oralsex der Gesundheit förderlicher ist als gewöhnlicher Sex“. Hierzu befragten und untersuchten die Forscher des Kinsey Institut an der Universität von Indiana 150 heterosexuelle und lesbische Paare. Der Schwerpunkt der Untersuchung lag auf oralem Verkehr der Frau. Die andere Hälfte der Probanden dienten als Vergleichsgruppe.

Die Studienergebnisse zeigten, dass sich die Schlafqualität der untersuchten Paare deutlich verbesserte. Zudem habe sich auch die „Intimität der Paare verstärkt, und das nicht nur im Bett“, resümieren die Wissenschaftler im Studien-Abstract.

Die schönste Sache der Welt hält auch noch gesund. Bild: kuzmichstudio - fotolia
Die schönste Sache der Welt hält auch noch gesund. Bild: kuzmichstudio – fotolia

Nachweisbar war eine signifikant höhere Ausschüttung des Glückshormons „Oxytocin“. Die Ausschüttung soll höher gewesen sein, als bei konventionellem Geschlechtsverkehr. Das Hormon reduziert Stress, schützt vor Krebswucherungen und Herzkrankheiten. Diese Extra-Ausschüttung konnte nicht nur bei den Frauen, die sich verwöhnen ließen, gemessen werden, sondern auch bei den aktiven Männern.

Weil aber eben jene Praktik immer beliebter wird, steigt auch die Zahl der Rachenkrebs-Patienten. Einige Forschungsarbeiten weisen daraufhin, dass oraler Verkehr und Infektionen mit dem humanen Papillomvirus (HPV) miteinander zusammenhängen. Zwar gehört Rachenkrebs im Vergleich zur Häufigkeit der Praktik zu den seltenen Krebserkrankungen, allerdings sei die „steigende Anzahl von Rachenkrebs-Erkrankungen besorgniserregend“, so der Direktor der HNO-Abteilung an der Klinik Innsbruck, Herbert Riechelmann in einem Interview. Pro Jahr erkranken etwa 200 Personen neu. (sb)