Ab 2014 ist die Krankenversichertenkarte ungültig

Astrid Goldmayer

Ab 2014 ist nur noch die elektronische Gesundheitskarte gültig

01.10.2013

Ende 2013 verliert die klassische Krankenversichertenkarte ihre Gültigkeit. Ab dem ersten Januar 2014 ist ausschließlich die neue elektronische Gesundheitskarte (eGK) mit dem Foto des Versicherten zulässig. Darauf einigten sich der GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung. Versicherte, die bisher noch keine eGK haben, sollten deshalb umgehend ein Bild bei ihrer Krankenkasse einreichen, damit die neue Karte rechtzeitig ausgegeben werden kann. "Noch immer haben nicht alle Versicherten ihre neuen elektronischen Gesundheitskarten".

95 Prozent der Versicherten haben bereits die elektronische Gesundheitskarte
„Die seit 1995 von den Krankenkassen ausgegebenen Krankenversichertenkarten (KVK) werden zum 31. Dezember 2013 ihre Gültigkeit verlieren – unabhängig von dem auf der Karte bescheinigten Ablaufdatum“, heißt es in einer Mitteilung des GKV-Spitzenverbands.

Angaben des GKV-Spitzenverbands zufolge, verfügen bereits rund 95 Prozent der Versicherten über die eGK. Die übrigen fünf Prozent der Versicherten sollten nun schnellst möglich ein Foto bei ihrer Krankenkasse einreichen, damit die neue eGK noch rechtzeitig bis zum Jahresende ausgestellt werden kann.

Versicherte ohne die neue Karte werden aber dennoch auch ab ersten Januar 2014 nicht beim Arzt abgewiesen. In solchen Fällen greift die Regelung, die auch beim Verlust der eGK zum Tragen kommt: Der Versicherte kann auch ohne eGK eine ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen und hat dann zehn Tage Zeit einen gültigen Krankenversicherungsnachweis vorzulegen. Anderenfalls ist der Arzt dazu berechtigt, dem Betroffenen die Leistung privat in Rechnung zu stellen. Eine bereits bezahlte Privatrechnung könne jedoch nur erstattet werden, „wenn spätestens bis zum Ende des Quartals ein entsprechender Versicherungsnachweis vorliegt“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Kritik an der elektronischen Gesundheitskarte
Immer wieder steht die elektronische Gesundheitskarte in der Kritik. Ihre Einführung verschlang bereits hunderte Millionen. Gleichzeitig fehlt jedoch ein wirklicher Mehrwert im Vergleich zur alten Versichertenkarte. 728 Millionen Euro sollen bereits bis Juni diesen Jahres in die neue Karte investiert worden sein, ohne einen ersichtlichen Nutzen für die Patienten. Während die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) vor allem die Ärzte als Schuldige identifiziert haben, da diese das Projekt hintertreiben würden, weist die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) die Vorwürfe zurück. (ag)

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Bild: Musterkarte der BKK