Abnehmen mit Schüßlersalzen

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Naturheilkunde: Abnehmen mit Schüßlersalzen

Vor wenigen Jahren noch als Insidertipp von Heilpraktiker zu Heilpraktiker weitergegeben, so sticht es heute jedem von uns aus Schaufenstern und Zeitungsanzeigen direkt ins Auge: Die Möglichkeit zur Gewichtsabnahme mit den Schüßlersalzen aus der Naturheilkunde. Wie aber wirken die Salze und welche lassen die Pfunde tatsächlich purzeln?

Zellsalze für optimale Körperfunktion

Die Mineralstofftherapie mit den Schüßlersalzen funktioniert nach einem einfachen und durchaus wirkungsvollen Grundsatz: Zwölf Mineralstoffe, die als Betriebsmittel die menschlichen Zellfunktionen aufrecht erhalten, müssen ausreichend in den Zellen vorhanden sein, um einen gesunden Ablauf körperlicher Prozesse zu gewährleisten. Andersherum bewirkt jeder Mangel eine bestimmte Störung im Stoffwechsel. Dass die Mineralstoffverbindungen in den Schüßlersalzen nach homöopathischem Prinzip verdünnt sind, soll eine Aufnahme durch winzige Öffnungen in den Zellwänden gewährleisten und beugt gleichzeitig einer Überdosierung vor.

Abnehmen mit Schüssler Salzen: So kanns gehen. Bild: Gerhard Seybert - fotolia
Abnehmen mit Schüssler Salzen: So kanns gehen. Bild: Gerhard Seybert – fotolia

Welche Mineralsalze kommen in Frage?

Bestimmte Schüßlersalze fördern die Gewichtsabnahme durch Entsäuerung, Entgiftung und Fettverbrennung. Es sind nicht für jeden alle empfohlenen Salze gleichermaßen notwendig. Die optimale Kombination ermitteln ausgebildete Anwender des Naturheilverfahrens z.B. mit Antlitzdiagnostik. Zur Selbstbehandlung werden häufig die Schüßlersalze Nr. 5, 9 und 10 empfohlen, die in genannter Reihenfolge (je Mittel 1x täglich fünf Tabletten) morgens, mittags und abends vor den Mahlzeiten eingenommen werden sollen. Aber auch weitere Salze können das Abnehmen unterstützen.

Die Nr.5 ist wichtig für Nerven, Gehirn, Muskeln und Blut. Ein Mangel an Kalium phosphoricum zeigt sich in ständigem Hungergefühl, dass zu überflüssiger Zufuhr von Nahrung und damit zu Übergewicht führt. Natrium phosphoricum wirkt vor allem auf Fettstoffwechsel und Säuren-Basen-Haushalt, indem es Säuren an sich bindet. Weil es der Nr. 9 selber aber an ausscheidender Wirkung mangelt, wird Natrium sulfuricum dazu empfohlen. Das Schüßlersalz Nr.10 fördert Ausscheidung und Entgiftung, weil es die Wasserwiederaufnahme von Wasser aus dem Darm vermindert und die Funktion von Bauchspeicheldrüse, Leber, Galle und Niere steuert.

Kalium chloratum kann als Betriebsstoff für alle Drüsen im Körper angesehen werden. Über die Anregung der Schilddrüse, die großen Einfluss auf Energiebedarf und Gesamtstoffwechsels hat, kann mit der Nr.4 ebenfalls das Gewicht optimiert werden.
Schließlich soll die Nr. 7, das Magnesium phosphoricum außerdem Heißhunger auf Süßes, insbesondere Schokoladenhunger dämpfen, indem es den Kohlenhydratstoffwechsel stärkt.

Umstellung der Lebensweise

Manchmal versprechen Werbungen eine gewichtsreduzierende Wirkung durch Medikamente ohne weitere Lebensumstellungen. Solche Versprechen dienen dann eher wirtschaftlichen Interessen und wecken falsche Vorstellungen. Auch die Mineralstoffe können einer bestimmten Lebensweise nicht ausreichend entgegenwirken, z.B. ohne jede körperliche Tätigkeit und alltäglich mit Fastfood, Bier und Chips auf der Couch.

Das ist so, als würde man beim Autofahren gleichzeitig auf das Gas- und Bremspedal treten. Es ist einfach, sich vorzustellen, in welchem Tempo dabei der Weg zum Ziel erreicht wird. Wenn Schlacken und Giftstoffe freigesetzt werden, muss der Körper sie unbedingt ausscheiden. Dazu ist die ausreichende Aufnahme von Wasser notwendig. Eine abwechslungsreiche, möglichst frisch zubereitete Kost ohne künstliche Zusätze, Weißmehl und Industriezucker führt dem Körper Nährstoffe und brauchbare Energien zu, ohne dick zu machen. Ebenso wichtig ist regelmäßige Bewegung, die mit Leistungssport nichts zu tun haben muss. Vielleicht können Sie tägliche Arbeits- oder Einkaufswege in Zukunft in schneller Gangart zu Fuß erledigen?

Und wenn sich gar nichts tut?

Die kurmäßige Anwendung der passenden Mineralstoffe und eine konsequente Umstellung von Ernährungs- und Bewegungsweise zeigen nach einer gewissen Zeit positive Ergebnisse. Wer seine Gier nach Schokolade oder anderen Süßigkeiten allein nicht bezähmen kann, wer unkontrollierten Fressanfällen ausgesetzt ist oder glaubt, auf den Konsum von Alkohol nicht verzichten zu können, sollte sich ruhig professionelle Begleitung suchen. In Naturheilpraxen und von Heilpraktikern, die sich auf das Gebiet der Psychotherapie beschränken, werden zur Aufdeckung und Aufarbeitung tiefsitzender Muster, Blockaden und Widerstände zahlreiche Methoden angeboten. Zu nennen sind hier etwa therapeutische Hypnose, Psychokinesiologie oder Klopfakupressur. (Dipl.Päd. Jeanette Viñals Stein, Heilpraktikerin)