Achtung Blausäure in Aprikosenkernen: Hersteller ruft MorgenLand-Produkte zurück

Der Lebensmittelproduzent Ege Sun ruft Aprikosenkerne der Marke "MorgenLand" zurück. Bei Kontrollen wurde ein erhöhter Blausäuregehalt in den Kernen festgestellt. (Bild: M. Schuppich/fotolia.com)
Alfred Domke
Rückruf: Erhöhter Blausäuregehalt in „MorgenLand“-Aprikosenkernen
Der Lebensmittelproduzent „Ege Sun“ hat einen Rückruf von Aprikosenkernen der Marke „MorgenLand“ bekannt gegeben. In dem Produkt war ein erhöhter Gehalt an giftiger Blausäure festgestellt worden. Vor allem bei Kindern kann der Stoff gefährlich werden.

Lebensmittelhersteller ruft Aprikosenkerne zurück
Der Lebensmittelhersteller „Ege Sun“ hat einen Rückruf von Aprikosenkernen der Marke „MorgenLand“ bekannt gegeben. Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit mitteilt, ruft der Produzent „aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes“ folgende Produkte zurück: „MorgenLand Süße Aprikosenkerne, Bio, 250g Chargen Nr. L160571, L160369, L160923, FA151094, FA151071, FA150960, FA150959 mit MHD vom 22.03.2017, 02.03.2017, 29.04.2017, 15.10.2016, 15.09.2016, 24.10.2016 und 26.09.2016“ und„MorgenLand Hunza Aprikosenkerne, Bio, 150g Charge Nr. L160649 mit MHD 31.03.2017“ zurück. Diese Angaben finden sich auf der Rückseite der Verpackung. Das Unternehmen bittet darum, die entsprechenden Beutel mit den oben genannten Chargen zurückzugeben. Der Kaufpreis wird zurückerstattet.

Der Lebensmittelproduzent Ege Sun ruft Aprikosenkerne der Marke "MorgenLand" zurück. Bei Kontrollen wurde ein erhöhter Blausäuregehalt in den Kernen festgestellt. (Bild: M. Schuppich/fotolia.com)
Der Lebensmittelproduzent Ege Sun ruft Aprikosenkerne der Marke „MorgenLand“ zurück. Bei Kontrollen wurde ein erhöhter Blausäuregehalt in den Kernen festgestellt. (Bild: M. Schuppich/fotolia.com)

Erhöhter Gehalt an giftiger Blausäure
Laut der Mitteilung des Bundesamtes wurde bei Nachkontrollen ein erhöhter Gehalt an Blausäure in den Aprikosenkernen festgestellt. Wie es heißt, können – naturbedingt – vereinzelt bittere Aprikosenkerne vorkommen, die Blausäure enthalten. Blausäure (Cyanwasserstoff) ist hochgiftig und könne Gesundheitsexperten zufolge gerade bei Kindern zu Gesundheitsschädigungen führen und Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit und Atemprobleme verursachen.

Kerne zur Krebstherapie
Manche Menschen setzen Aprikosenkerne zur Prävention der Ausbreitung von Krebs ein. Doch erst kürzlich haben Wissenschaftler von der European Food Safety Authority (EFSA) vor solchen gefährlichen Krebstherapien gewarnt. Die Kerne bilden in unserem Körper Cyanid, einen Stoff, der laut einer Mitteilung der EFSA giftig ist und sogar zum Tod führen kann. (ad)

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