Achtung gefährliche Keime: Rückrufaktion für Rohmilchkäse

Alfred Domke
Kolibakterien: Rückrufaktion für französischen Rohmilchkäse gestartet
Der französische Käsehersteller „Fromagerie Gillot SAS“ hat einen Rückruf für seinen Rohmilchkäse „Coulommiers au lait cru“ gestartet. In dem Produkt waren gefährliche Kolibakterien nachgewiesen worden. Die Keime können unter anderem starken Magen-Darm-Beschwerden auslösen.

Kolibakterien in Rohmilchkäse gefunden
Die Firma „Fromagerie Gillot SAS“ aus Saint-Hilaire-de-Brioze in Frankreich hat eine Rückrufaktion für eines seiner Produkte gestartet. Wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf seinem Portal „Lebensmittelwarnung.de“ schreibt, geht es dabei um den Käse „Coulommiers au lait cru“ in der 350g Packung mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 08.06.2017. In diesem Produkt wurden toxinbildende Escherichia coli nachgewiesen.

Der Käsehersteller „Fromagerie Gillot SAS“ hat einen Rückruf für seinen Rohmilchkäse „Coulommiers au lait cru“ gestartet. In dem Produkt waren gefährliche Kolibakterien nachgewiesen worden. (Bild Printemps/fotolia.com)

Betroffene Ware nicht verzehren
Zwar war die Ware zum Zeitpunkt der Meldung bereits abgelaufen. „Es ist aber nicht auszuschließen, dass noch nicht verzehrte Ware beim Verbraucher zum Verzehr bereitliegt“, heißt es in der Meldung.

Weitere Daten zu dem Produkt: EAN/GTIN: 3267031097400, Identitätskennzeichen: FR 61402001 CE, Verkaufszeitraum: Seit Anfang Mai im Handel, Inverkehrbringer: Ruwisch&Zuck – Die Käsespezialisten GmbH&Co.KG.

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Verbraucher, die dieses Produkt gekauft haben, werden gebeten, es nicht zu verzehren und das Lebensmittel selbst zu entsorgen oder an das Einkaufsgeschäft zurückzubringen.

Bei Krankheitssymptomen sofort zum Arzt
Escherichia coli Bakterien (kurz: E.coli) – auch „Kolibakterien“ genannt – können innerhalb einer Woche nach dem Verzehr von kontaminierten Produkten Magen-Darmstörungen mit wässrigem Durchfall verursachen, die von Bauchschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen begleitet werden können.

Besonders gefährdet sind Säuglinge, Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

„Verbraucher, die das obenstehende Produkt verzehrt haben und an den beschriebenen Symptomen leiden, werden gebeten, unverzüglich ihren Arzt zu konsultieren und auf den Verzehr des Produkts sowie Einkaufsort und Datum hinzuweisen“, heißt es in der Mitteilung. (ad)