ADHS-Symptome bei Erwachsenen: Schlafschwierigkeiten und viele Alltagsprobleme

Das sind die Anzeichen  von ADHS im Erwachsenenalter. Bild:  Rawpixel.com - fotolia
Sebastian

Probleme bei Alltagsorganisation: Anzeichen für ADHS bei Erwachsenen
Nicht nur viele Kinder, auch manche Erwachsene haben ADHS. Einige bemerken dies zunächst nicht. Anzeichen für eine Aufmerksamkeitsdefizits-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) können unter anderem innere und äußere Unruhe sein. Betroffene sollten nicht sofort auf Medikamente setzen wenn sie die Erkrankung bei sich feststellen.

Anzeichen für ADHS bei Erwachsenen
Innere Unruhe, Einschlafstörungen und Probleme mit der Alltagsorganisation können bei Erwachsenen Hinweise auf eine Aufmerksamkeitsdefizits-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) sein. Gleiches gilt bei Schwierigkeiten, die eigenen Gefühle zu kontrollieren und Tätigkeiten zu Ende zu bringen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) hingewiesen. Dies könne sich auf den weiteren beruflichen Werdegang negativ auswirken. Betroffene haben zudem ein höheres Risiko, Depressionen, Angst- oder Suchterkrankungen zu entwickeln.

Das sind die Anzeichen von ADHS im Erwachsenenalter. Bild: Rawpixel.com - fotolia
Das sind die Anzeichen von ADHS im Erwachsenenalter. Bild: Rawpixel.com – fotolia

Nicht gleich zu Medikamenten greifen
Daher ist es sehr wichtig, dass sich Menschen bei entsprechenden Symptomen frühzeitig um Hilfe kümmern. Der DGPPN zufolge hilft es vielen schon, wenn sie über die Krankheit Bescheid wissen. Dank diesem Wissen können sie problematische Verhaltensweisen auf die ADHS zurückführen, statt von einer „Charakterschwäche“ auszugehen. Gesundheitsexperten zufolge seien bei ADHS generell therapeutische Maßnahmen wie eine Verhaltenstherapie sinnvoll. Eine weitere Möglichkeit sei eine medikamentöse Behandlung. Allerdings komme diese erst infrage, wenn nicht-medikamentöse Maßnahmen nicht ausreichen.

Allerdings scheinen sich viele Betroffene nicht an solche Ratschläge zu halten. So wurde schon mehrfach festgestellt, dass immer mehr Erwachsene Medikamente wegen ADHS schlucken. Problematisch ist Experten zufolge vor allem ein Wirkstoff. Erst vor kurzem haben Wissenschaftler öffentlich Zweifel an der Wirkung von Ritalin erhoben. Medikamente mit dem Wirkstoff Methylphenidat wie das bekannte Ritalin gehören seit Jahren zur Standardtherapie bei ADHS. (ad)

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