Ältere Menschen durch Inaktivität mit erhöhtem Gesundheitsrisiko

Inaktivität im Alter kann zu großen gesundheitlichen Problemen führen. Wenn Menschen sich zu wenig bewegen, steigt dadurch beispielsweise die Wahrscheinlichkeit für Krebs, Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes und Demenz. (Bild: Mediteraneo/fotolia.com)
Alexander Stindt
Mehr als ein Viertel der älteren Amerikaner bewegt sich zu wenig
Es gibt viele ältere Menschen, die sich viel zu wenig bewegen. Durch die mangelnde Aktivität erhöht sich beispielsweise die Gefahr für Herzkrankheiten, Diabetes und Krebs. Forscher fanden jetzt heraus, dass mehr als ein Viertel aller Amerikaner im Alter über 50 Jahren sich zu wenig bewegt und keine sportliche Aktivität ausübt.

Die Wissenschaftler des US-Centers for Disease Control and Prevention (CDC) stellten bei einer Untersuchung fest, dass mehr als ein Viertel der älteren Amerikaner nicht körperlich aktiv genug ist. Betroffene treiben kein Sport und bewegen sich zu wenig. Die Mediziner des CDC veröffentlichten jetzt eine Pressemitteilung mit den Ergebnissen ihrer Studie.

Inaktivität im Alter kann zu großen gesundheitlichen Problemen führen. Wenn Menschen sich zu wenig bewegen, steigt dadurch beispielsweise die Wahrscheinlichkeit für Krebs, Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes und Demenz. (Bild: Mediteraneo/fotolia.com)
Inaktivität im Alter kann zu großen gesundheitlichen Problemen führen. Wenn Menschen sich zu wenig bewegen, steigt dadurch beispielsweise die Wahrscheinlichkeit für Krebs, Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes und Demenz. (Bild: Mediteraneo/fotolia.com)

Wenig Bewegung erhöht das Risiko für Krankheiten
Viele ältere Menschen setzen sich unnötigen gesundheitlichen Risiken aus. Diese entstehen weil Betroffene sich viel zu wenig bewegen und keinen Sport treiben. Bewegungsmangel kann zu gefährlichen Erkrankungen führen. Erwachsene profitieren von jeglicher körperlicher Aktivität, erläutert die Co-Autorin Janet Fulton vom CDC. Inaktiven Menschen muss geholfen werden, damit sie körperlich aktiver werden. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung Gesundheit.

Wissenschaftler analysieren für ihre Studie die Daten einer nationalen Erhebung
Für ihre Studie analysierten die amerikanischen Forscher die Ergebnisse einer nationale Erhebung aus dem Jahr 2014. Der Schwerpunkt der Erhebung betraf die Gesundheit von Menschen über 50 Jahren. Die Experten vom CDC definierten Menschen, welche sich nur für ihre täglichen Routineaufgaben bewegten als inaktiv. Auf einer Grundlage dieser Definition seien allein in Amerika etwa 31 Millionen ältere Amerikaner inaktiv, erklären die Mediziner. Dies betrifft mehr als 29 Prozent der Frauen und fast 26 Prozent aller älteren Männer. Aber auch Deutsche bewegen sich eindeutig zu wenig, ergab eine Bewegungsstudie der TK.

Ältere Menschen werden generell immer inaktiver
Umso älter Amerikaner werden, umso inaktiver werden sie, sagen die Mediziner. Fünfunddreißig Prozent der Menschen im Alter über 75 Jahren wurden als inaktiv eingestuft. 27 Prozent der Befragten zwischen 65 und 74 Jahren und 25 Prozent der Probanden im Alter von 50 bis 64 Jahren waren ebenfalls inaktiv, fügen die Autoren hinzu.

Colorado hat die aktivsten alten Menschen
Es konnte auch festgestellt werden, dass in Colorado die aktivsten älteren Amerikaner leben. Beachtliche 82 Prozent der älteren Menschen in Colorado führten tägliche Übungen durch. Den schlechtesten Wert erzielten die Menschen aus Arkansas. Nur 61 Prozent der Bewohner dort waren körperlich aktiv, sagen die Autoren der Studie.

Übergewicht und Krankheiten beeinflussen die Aktivität
Wenn Menschen übergewichtig sind, sinkt ihre Wahrscheinlichkeit körperlich aktiv zu sein, sagen die Wissenschaftler. Besser gebildete Menschen haben die Neigung, eher aktiver zu sein und mehr zu trainieren. Es war nicht wirklich überraschend, dass Menschen mit einer chronischen Krankheit generell inaktiver waren (32 Prozent), verglichen mit Menschen die gesund waren (19 Prozent), sagen die Forscher.

Körperlich aktive Menschen leben meist länger
Körperliche Aktivität kann die Lebensdauer erhöhen. Schon moderate regelmäßige Bewegung reduziert das Sterberisiko deutlich. Durch die Aktivität wird das Risiko für Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes, Demenz und einige Arten von Krebs verringert. Bei älteren Menschen kann Bewegung und körperliche Aktivität auch das Risiko für Stürze und Knochenbrüche reduzieren. Es ist aber noch weitere Forschung und viel Arbeit nötig, um es für Menschen aller Altersgruppen sicherer und einfacher zu machen körperlich aktiv zu sein, erläutert die Autorin Kathleen Watson von den US-Centers for Disease Control and Prevention. (as)

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