Alicante: Ebola-Verdachtsfall in Spanien

Heilpraxisnet

Ebola in Europa: Verdachtsfall in spanischem Urlaubsort

17.08.2014

In der spanischen Hafenstadt Alicante ist ein Nigerianer mit Verdacht auf eine mögliche Ebola-Infektion auf die Quarantäne-Station eines Krankenhauses gebracht worden. Bei dem Mann seien typische Ebola-Symptome festgestellt worden.


Nigerianer mit Ebola-Verdacht auf Quarantäne-Station
In Spanien ist ein Nigerianer laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa mit Verdacht auf eine mögliche Ebola-Infektion in die Quarantäne-Station eines Krankenhauses im Urlaubsort Alicante gebracht worden. Den Gesundheitsbehörden zufolge hatte der Afrikaner wegen Fieber eine Klinik in der Hafenstadt im Südosten des Landes aufgesucht. Dort stellten die Ärzte Symptome einer möglichen Ebola-Infektion fest. Die Mediziner überwiesen den Mann, derkürzlich in sein Heimatland gereist war, daraufhin in eine Spezialklinik.

Frühe Symptome können auch auf andere Erkrankungen hindeuten
Nun müssen Labortests zeigen, ob der Mann wirklich an der gefährlichen Infektionskrankheit leidet. Frühe Symptome der Virus-Krankheit, wie etwa Fieber oder Durchfall können auch von etlichen anderen Erkrankungen wie zum Beispiel Malaria herrühren. Am Dienstag war in Madrid ein spanischer Geistlicher an Ebola gestorben. Der Priester hatte sich in Liberia mit dem Virus infiziert und war zur Behandlung nach Spanien ausgeflogen worden. In Deutschland war in den vergangenen Tagen bei zwei Ebola-Verdachtsfällen in Hamburg und Frankfurt Entwarnung gegeben worden.

Deutsche zur Ausreise aufgefordert
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Freitagabend mitgeteilt, dass bis zum 13. August insgesamt 2.127 Ebola-Infektionen sowie 1.145 Tote erfasst wurden. Die Fälle wurden aus den von der Seuche betroffenen Länder Sierra Leone, Liberia, Guinea und Nigeria gemeldet. Schätzungen der WHO zufolge dürften die tatsächlichen Fallzahlen aber deutlich höher liegen. Die Bundesregierung hatte kürzlich alle Deutschen zur Ausreise aus den von der Epidemie betroffenen Länder aufgefordert. (ad)

Bild: Guenter Hamich / pixelio.de