Allergiker leiden unter Haselnuss-Pollen

Astrid Goldmayer

Allergiker leiden unter Haselnuss-Pollen

04.01.2012

Aufgrund der milden Temperaturen beginnt die Heuschnupfenzeit in diesem Jahr etwa sechs Wochen früher. Meteorologe Günther Hamm vom Deutschen Wetterdienst (DWD) erklärt: „Die Pollen fliegen schon wieder. Für Allergiker ist das der Beginn einer langen Leidenskette“ Besonders die Pollen der Hasel und der Erle machen den Allergikern zu schaffen, da sie zu den Frühblühern gehören.

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Milde Temperaturen führen zu verfrühtem Pollenflug
Da der Winter in diesem Jahr sehr mild verläuft, erwarten Experten einen um etwa sechs Wochen verfrühten Pollenflug im Vergleich zu kalten Wintern. Betroffen sind in erster Linie Allergiker gegen Hasel- und Erlenpollen, da diese zu den Frühblühern zählen. Normalerweise würden sie erst ab Mitte Februar ihre Blüten entwickeln. Aufgrund der milden Temperaturen ist dies jedoch bereits jetzt der Fall. Je nach Temperatur folgen im März oder früher Pappel, Weide und Esche. Der Deutsche Wetterdienst verfügt über 45 Pollenmessfallen, die bereits aktiviert wurden. Üblicherweise sind während des Winters nur 15 Pollenmessfallen in Betrieb.

Hyposensibilisierung gegen Pollenallergie
Die Hyposensibilisierung (Spezifische Immuntherapie) setzt im Gegensatz zu anderen Therapien direkt an der Ursache an. Dabei wird dem Allergiker das jeweilige Pollenallergen in geringer, aber allmählich steigender Dosierung zu geführt. Bei erfolgreicher Therapie wird der Allergiker unempfindlich gegen den Pollen. Der Deutsche Allergie- und Astmabund (DAAB) rät dazu, die Hyposensibilisierung von einem allergologisch erfahrenen Arzt durchführen zu lassen.

Die DAK-Ärztin Elisabeth Thomas rät darüber hinaus zur frühzeitigen Hyposensibilisierung: „Diese Behandlung hat eine Erfolgsrate von 80 Prozent.“ Die Expertin erläutert weiter: „Betroffene profitieren meist schon in der ersten Saison von der Therapie. Die Behandlung dauert allerdings zwischen drei und fünf Jahre und sollte idealerweise bereits in der heuschnupfenfreien Zeit durchgeführt werden.“ Wird dieser Zeitpunkt verpasst, kann der Allergiker seine Beschwerden wenigstens mit Hilfe von Medikamenten lindern.

Behandlungsmöglichkeiten in der Naturheilkunde
In der Naturheilkunde gibt es zahlreiche Behandlungsmethoden, um die Symptome einer Pollenallergie zu lindern. Dazu gehören unter anderem die Homöopathie, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Akupunktur und die Therapie mit Vitalstoffen. Des Weiteren gelten Eigenbluttherapie, Hypnotherapie, Bachblütentherapie oder Darmsanierung als erfolgversprechende Behandlungsmöglichkeiten. (ag)