Alternativen zur Operation sich aufzeigen lassen

Heilpraxisnet

IKK Südwest ab sofort mit Zweitmeinungsverfahren Orthopädie

21.11.2014

Die Fallzahlen von Operationen steigen und steigen, für viele der durchgeführten Eingriffe gäbe es Alternativen. Derzeit werden aber nicht nur viele Versicherte einem unnötigen gesundheitlichen Risiko ausgesetzt, auch die Kosten der durchgeführten Operationen werden immer höher: Bei der IKK stiegen sie bei orthopädischen Eingriffen in den Bereichen Hüfte, Knie und Wirbelsäule seit 2010 um mehr als 50 Prozent.

Allen Versicherten, die unsicher sind, ob eine Operation die beste Option für ihre Erkrankung ist, bietet die IKK Südwest ab sofort ein Zweitmeinungsverfahren bei orthopädischen Eingriffen in Bereichen Knie, Hüfte und Wirbelsäule an.

Über die kostenfreie Hotline 0800/2009222 können sich Versicherte, denen ein solcher Eingriff bevorsteht, informieren und einen Termin mit einer der teilnehmenden Einrichtungen durch die IKK vereinbaren lassen. Die Hotline ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr erreichbar.

„Bei der Auswahl der Einrichtungen haben wir hohe Qualitätsmaßstäbe angelegt. Wir wollen sicherstellen, dass unsere Versicherten einem qualifizierten Team von Fachleuten begegnen, das sie bei dieser wichtigen Entscheidung unterstützt. Unsere Versicherten werden umfassend informiert und über den optimalen Umgang mit ihrer Erkrankung beraten“, betonen Dr. Jörg Loth, Vorstand, und Dr. Lutz Hager, Geschäftsführer der IKK Südwest. „Ebenfalls wichtig war uns eine gute räumliche Abdeckung: Versicherte in Rheinland-Pfalz und im Saarland müssen maximal 80 Kilometer zurücklegen, bis sie eine der Einrichtungen erreichen.“

Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Versicherten der Einrichtung ihre Behandlungsunterlagen zur Verfügung stellen. Dort findet dann ein Patientengespräch statt, bei dem interdisziplinär gearbeitet wird. Fachärzte und Physiotherapeuten gehören immer zum Kernteam, je nach Bedarf nehmen zusätzlich Ernährungswissenschaftler, Schmerztherapeuten oder Psychologen teil.

Ungefähr zwei Stunden sind für dieses Gespräch eingeplant, an dessen Ende der Versicherte die Einschätzung der Experten erfährt. Das Besondere dabei: Entgegen vielen anderen Angeboten am Markt erhält der Versicherte nicht nur ein „Ja“ oder „Nein“ für die Operation. Vielmehr werden ihm für den Fall, dass eine OP nicht notwenig ist, alternative Behandlungen aufgezeigt.

„Mit diesen Empfehlungen können sich unsere Versicherten gerne an uns wenden“, erklärt Dr. Jörg Loth. „Unser Ziel ist es, mit dem Zweitmeinungsverfahren unseren Versicherten unnötige Eingriffe zu ersparen und sie optimal zu informieren.“ (pm)

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Bild: Martin Jäger / pixelio.de