Ambrosia-Pollen: Eine Gefahr für Menschen

Heilpraxisnet

Ministerium warnt vor der Verbreitung von Ambrosia-Pollen

31.07.2013

Die Pflanzengattung Ambrosia umfasst einige dutzend Arten. Die Art Ambrosia artemisiifolia gilt als besonders allergieauslösend . Die Art war ursprünglich im Osten Nordamerikas heimisch. Durch den globalen Warenverkehr vom Menschen verschleppt, verursacht sie inzwischen in vielen Gebieten der Erde große Probleme betreffend Landwirtschaft und Gesundheit.

Wegen menschlicher Unachtsamkeit sowie durch den Klimawandel begünstigt, kann sie sich großflächig ausbreiten und stellt somit eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung dar. Die Beifuß-Ambrosia besiedelt vorwiegend gestörte, offene Flächen wie Baustellen, Äcker, Brachen, offene Böden, Bahndämme, Weg- und Straßenränder. In diesen Tagen beginnt die Blütezeit der Pflanze – und damit die für Allergiker gefährlichste Phase.

Gefährliche Pollen
Die winzigen Pollen der Ambrosia artemisiifolia gilt als besonders aggressiv und können laut Allergologen neben Allergien wie Heuschnupfen , Kopfschmerzen, Beklemmungen sogar Asthma auslösen. Ambrosia führt bei vielen Menschen zu gesundheitlichen Problemen. Laut Welt belegt das Gewächs Platz fünf der aggressivsten neu eingewanderten Arten auf der Liste der 100 schlimmsten invasiven Arten. Schätzungen zufolge reagieren 12 bis 20 Prozent der Deutschen allergisch auf diese Art, die auch Aufrechtes Traubenkraut genannt wird

Wie gefährlich ist die Pflanze?
Die Beifuß-Ambrosia ist hoch allergen. Selbst Menschen, die bisher keine Pollenallergie haben, können durch die Pflanze eine Allergie entwickeln. Wer an Heuschnupfen leidet, reagiert höchstwahrscheinlich auch auf Ambrosia-Pollen allergisch. Es zeigen sich auch Hautreaktionen bei Kontakt mit der Pflanze, die ein Jucken und leichtes brennen hervorrufen kann. Derzeit sind diese Fällen momentan noch recht selten. Es gibt nur einzelne kleine Bestände – zum Beispiel in Hamburg.

Wie erkenne ich eine Beifuß-Ambrosie?
Die Größe variiert je nach Standort zwischen 20 Zentimetern und knapp zwei Metern. Auf sehr mageren, trockenen Standorten bleibt sie eher klein. Der Stängel ist stark verzweigt, auch die Blüten sind grün und befinden sich unter einem Hüllblatt, das aussieht wie ein kleiner Regenschirm. Die Stängel der Ambrosia sind meist rötlich und behaart, sehr robust und verzweigen sich stark. Die gelben Blütenköpfchen bilden sich am Ende der Zweige in einer ährenartigen Traube. Der Pollen wird aus den Blüten morgens, wenn der Tau getrocknet ist, freigelassen.

Ambrosia hat sehr unscheinbare Blüten, die an unterschiedlichen Stellen der Pflanze sitzen. Dabei befinden sich die in Knäueln angeordneten weiblichen Blüten in den Blattachseln. Die kleinen, männlichen Blüten ragen als dichte Trauben an den Sprossenden empor und stäuben während der Blütezeit (Ende Juli bis Anfang Oktober) tausende gelber Pollen aus, die mit dem Wind verbreitet werden.

Wieso breitet sich die Pflanze momentan immer stärker aus?
Ambrosia liebt die Wärme. Wie viele neue Arten kommt sie vor allem dort vor, wo es relativ warm ist. In Südeuropa gibt es das Problem schon länger. In Deutschland hat Ambrosia zuerst Süddeutschland erobert, jetzt tauchen aber auch in Norddeutschland immer wieder Exemplare auf. Das geschieht bei uns am häufigsten durch Vogelfutter. Winterfutter für heimische Vögel zum Beispiel enthält häufig auch Ambrosia-Samen.

Was mache ich mit den Pflanzen?
Eigentümer und Nutzer von Grundstücken können bei der Bekämpfung dieser schädlichen Pflanze helfen. Dazu sollen die Pflanzen mit ihren Wurzeln herausgerissen und anschließend vernichtet werden, allerdings nicht über den Biomüll oder Kompost, sondern über den Hausmüll. Dabei sollten Handschuhe getragen werden. Wenn die Pflanze bereits blüht, sollte eine Staubmaske benutzt werden. Größere Bestände sollte man dagegen dem Umweltamt der betroffenen Kommune melden.

Macht die Pflanze auch ökologisch Probleme?
Die Beifuß-Ambrosia ist ein sogenannter Neophyt, also eine eingewanderte Art. Sie hat bei uns kaum natürliche Feinde. Ökologisch ist sie dennoch ein eher kleines Problem. Anders als zum Beispiel der Riesen-Bärenklau, der sich massiv ausbreitet und heimische Arten verdrängt. (fr)

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Bild: M.E. / pixelio.de