AMNOG mit Belastungen für die Apotheken

Fabian Peters

Politik zeigt sich zufrieden mit dem neuen Versorgungskonzept

08.10.2011

Das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) bringt für die Apotheker teilweise erhebliche Belastungen mit sich, für die Politik sind die Neuregelungen hingegen ein Erfolgsmodell.

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Die Apotheker werden durch das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) erheblich belastet, doch vorerst sind von der Politik keine weiteren Änderungen geplant. Zwar zeigten sich die Regierungsvertreter von CDU und FDP durchaus dazu bereit, über eine gerechtere Vergütung der Apotheker zu sprechen. Bis auf weiteres werde das AMNOG jedoch in seiner bisherigen Form fortgeführt.

Auf dem Deutschen Apothekertag in Düsseldorf betonte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn, dass die Regierungskoalition sich „auch Vergütungsmodelle vorstellen (kann), die sich nicht allein an einer packungsbezogenen Pauschale orientieren.“ Gleichzeitig verdeutlichte der Gesundheitspolitiker den Apothekern jedoch auch, dass diese sich keine Hoffnung auf ein vorzeitiges Ende der AMNOG-Belastungen machen sollten. Denn das von der Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) entwickelte Versorgungskonzept finde bei den Regierungsparteien durchweg Unterstützung. Das AMNOG bietet nach Ansicht der Bundesregierung eine gut Option, um langfristig eine qualitative Verbesserung der Arzneimittelversorgung sicherzustellen. Dabei ist der Koalition durchaus bewusst, „dass sie den Apothekern in diesem und dem nächsten Jahr viel zumutet“, betonte Spahn. Das Modell findet nicht nur bei den Regierungsparteien Unterstützung, wie der FDP-Sprecher Heinz Lanfermann erklärte, sondern in der Opposition hat das AMNOG ebenfalls zahlreiche Befürworter. So unterstützt auch Die Linke, das von der ABDA und der KBV entwickelte Konzept, wie Gesundheitspolitikerin der Linken, Kathrin Vogler, verdeutlichte. (fp)