Andauernder Stress reduziert die Chancen auf eine Schwangerschaft

Eine US-amerikanische Studie zeigte, dass Frauen, die stark unter Stress leiden, geringere Chancen haben, schwanger zu werden.. Eine Reduzierung des Stresslevels verbessert die Chancen auf eine Empfängnis. (Bild: alice_photo/fotolia.com)
Alfred Domke
Stress reduziert die Chancen auf eine Schwangerschaft
In einer aktuellen Studie konnte gezeigt werden, dass Frauen, die unter Stress leiden, geringere Chancen haben, schwanger zu werden. Schaffen sie es aber, ihr Stresslevel zu reduzieren, steigen die Chancen auf eine Empfängnis wieder.

Stress gefährdet die Gesundheit des Nachwuchses
Dass Stress in der Schwangerschaft die Gesundheit des Kindes beeinträchtigen kann, ist lange bekannt. Stress kann auch schon vor der Schwangerschaft gefährlich werden und unter anderem zu Untergewicht bei Neugeborenen führen. Wissenschaftler haben nun berichtet, dass Frauen die gestresst sind, ohnehin geringere Chancen haben, schwanger zu werden.

Eine US-amerikanische Studie zeigte, dass Frauen, die stark unter Stress leiden, geringere Chancen haben, schwanger zu werden. Eine Reduzierung des Stresslevels verbessert die Chancen auf eine Empfängnis. (Bild: alice_photo/fotolia.com)
Eine US-amerikanische Studie zeigte, dass Frauen, die stark unter Stress leiden, geringere Chancen haben, schwanger zu werden. Eine Reduzierung des Stresslevels verbessert die Chancen auf eine Empfängnis. (Bild: alice_photo/fotolia.com)

Gestresste Frauen haben geringere Chancen schwanger zu werden
Die Annahme, dass Frauen, die unter Stress leiden, geringere Chancen auf eine Schwangerschaft haben, ist nicht neu, konnte nun jedoch in einer Studie bewiesen werden. Laut den Wissenschaftlern der University of Louisville in Kentucky, USA, wurden nur vier von zehn Frauen während der fruchtbaren Tage schwanger, wenn sie in diesem Zeitraum stark gestresst waren. Bei Frauen, die sich dauerhaft stärker gestresst fühlten, waren es sogar noch weniger.

Subjektives Stressniveau
Die Forscher, die ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Annals of Epidemiology“ veröffentlichten, stellten zudem fest, dass der negative Einfluss von Stress auch dann bestehen bleibt, wenn andere Faktoren wie der Body Mass Index (BMI), das Alter, der Alkoholkonsum und die Häufigkeit des Sex berücksichtigt wurden.

Im Rahmen der Studie, an der 400 Frauen bis einschließlich 40 Jahren teilnahmen, mussten die Probandinnen jeden Tag ihr subjektives Stressniveau auf einer Skala von eins bis vier angeben. Zudem wurden Informationen zu Menstruation, Sex, Verhütung, Alkohol-, Koffein- und Tabakkonsum festgehalten. Die Teilnehmerinnen wurden im Schnitt über acht Zyklen beziehungsweise bis zum Eintritt einer Schwangerschaft beobachtet.

Bessere Chancen auf Empfängnis
Laut Studienleiterin Kira Taylor von der University of Louisville zeigten die Ergebnisse, dass Frauen bessere Chancen auf eine Empfängnis hätten, wenn sie ihr Stresslevel reduzieren würden. Helfen könne dabei „Sport, die Teilnahme an einem Kurs für Stressmanagement oder das Gespräch mit Gesundheitsexperten“, so Taylor in einer Mitteilung der Universität. (ad)

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