Anzahl von männlichen Rauchern so niedrig wie nie zuvor

Immer weniger Männer sind dem Tabak verfallen. (Bild: Oleksandra Voinova/fotolia.com)
Fabian Peters
Männer rauchen immer weniger, leicht steigende Anzahl bei Frauen
In den letzten Jahren hat die Zahl der rauchenden Menschen stark abgenommen. Das hat sicherlich mit vielen verschiedenen Faktoren zu tun, wie beispielsweise dem Rauchverbot in Restaurants und Gaststätten oder erhöhten Tabaksteuern. Der massive Rückgang ist besonders gut bei Männern zu beobachten. Mittlerweile raucht nur noch einer von fünf Männern in Großbritannien, so die offizielle Statistik.

Immer weniger Menschen rauchen Zigaretten. Gerade bei Männern ist die Zahl der Raucher drastisch gesunken. In der heutigen Gesellschaft ist das Rauchen nicht mehr so akzeptiert, wie beispielsweise in den 1970er Jahren. Jetzt stellten britische Wissenschaftler fest, dass nur noch einer von fünf Männern raucht. Dies gehe aus neusten Zahlen des „Office of National Statistics“ (ONS)hervor.

Immer weniger Männer sind dem Tabak verfallen. (Bild: Oleksandra Voinova/fotolia.com)
Immer weniger Männer sind dem Tabak verfallen. (Bild: Oleksandra Voinova/fotolia.com)

Nur noch jeder fünfte britische Mann raucht
Gehören Sie zu den Menschen, die immer noch Zigaretten rauchen? Dann bilden Sie eher eine Ausnahme. In der heutigen Zeit ist die Anzahl der männlichen Raucher stark rückläufig. Das liegt zum Beispiel am Rauchverbot in öffentlichen Gaststätten und dem wachsenden Gesundheitsbewusstsein. Britische Wissenschaftler stellten jetzt fest, dass nur noch jeder fünfte britische Mann Zigaretten raucht. Im Jahr 1970 rauchte noch knapp die Hälfte der männlichen Bevölkerung, sagen die Forscher. Den Höchststand habe das Rauchen im Jahr 1974 erreicht. Damals rauchten etwa 46 Prozent aller männlichen Briten.

19 Prozent der Männer und 17 Prozent der Frauen rauchten im Jahr 2014
Der aktuelle Bericht untersuchte Raucher, die mindestens 16 Jahre alt waren. Außerdem befasste er sich mit dem Konsum von E-Zigaretten im Jahr 2015. Die Zahlen zeigten, dass nur noch 19 Prozent der erwachsenen Männer im Jahr 2014 rauchten. Dies war der gleiche Prozentsatz wie im Jahr 2013, erläutern die Experten. Die Prävalenz des Rauchens bei Frauen stand bei 17 Prozent im Jahr 2014. 1974 lag der Höchststand noch bei 41 Prozent. Aber war aktuell ein leichter Anstieg gegenüber dem Jahr 2013 zu beobachten, sagen die Wissenschaftler. Personen im Alter von 25 bis 34 rauchten am häufigsten, aber sie rauchten die geringste Anzahl von Zigaretten täglich. Diese Raucher konsumierten etwa 9,6, Zigaretten am Tag. Menschen die 50 Jahre oder älter waren, rauchten 13,4 Zigaretten pro Tag, erklären die Mediziner. Es sei eine anhaltende sozioökonomische Kluft bei rauchenden Menschen zu erkennen. Fast jede vierte (23 Prozent) Person mit einem Einkommen unter 10.000 englischen Pfund rauche. Bei Menschen mit einem Jahreseinkommen von 40.000 englischen Pfund oder mehr, habe die Zahl der Raucher nur bei elf Prozent gelegen, sagen die Mediziner. Etwa vier Prozent aller Krankenhauseinweisungen in England, die im Jahr 2013/14 stattfanden, betrafen Menschen im Alter von 35 Jahren oder älter und waren auf das Rauchen zurückzuführen, erklären die Experten.

Viele Raucher versuchen durch E-Zigaretten mit dem normalen Rauchen aufzuhören
Es gibt schätzungsweise 2,2 Millionen aktuelle E-Zigarette-Benutzer in Großbritannien, sagen die Wissenschaftler. Das entspreche etwa vier Prozent der Bevölkerung. Frauen nutzen solche Produkte etwas häufiger als Männer. Die Zahlen zeigen auch, dass drei von vier ehemaligen E-Zigarette-Nutzern Zigaretten rauchen. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Konsumenten von E-Zigaretten, wollen durch E-Zigaretten mit dem Rauchen aufhören, erklären die Mediziner. Und die meisten Raucher von E-Zigaretten (76 Prozent) glauben, dass der Dampf von E-Zigaretten keinen Einfluss auf die Gesundheit von Nicht-Rauchern hat.

Umfassende Tabakkontrollpolitik und Medienkampagnen erforderlich
Der derzeitige immer langsamer werdende Rückgang der Raucherquote ist besorgniserregend, zitierte die Zeitung „The Telegraph“ Deborah Arnott, die Leiterin der Gesundheitsorganisation ASH. Wenn wir weiterhin die Anzahl der rauchenden Menschen senken wollen, brauchen wir eine umfassende Tabakkontrollpolitik und Medienkampagnen. Außerdem müssten Raucher unterstützt werden, die vorhaben mit dem Rauchen aufzuhören, so Arnott. Wir fordern die Regierung auf, schnellstmöglich eine neue Anti-Tabak-Strategie zu veröffentlichen, fügte die Expertin gegenüber „The Telegraph“ hinzu. Die Daten zu den E-Zigaretten-Nutzern seien ermutigend. Die Zahlen würden zeigen, dass die meisten Menschen E-Zigaretten nutzen, um so mit dem normalen Rauchen aufzuhören. E-Zigaretten seien weit sicherer als Tabakwaren. Ihre Nutzung als Hilfe zum Aufhören, reduziere deutlich das durch Zigaretten ausgelöste Risiko von Herzerkrankungen und Krebs, zitiert „The Telegraph“ die Expertin. (as)

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