Apotheken informieren über Phytotherapie

Heilpraxisnet

Die Apotheke – das neue Kompetenzzentrum für Phytotherapie

13.03.2012

Apotheker wollen sich noch deutlicher als Berater der Patienten bei allen Fragen der Arzneimittel-Anwendung profilieren, erklärte kürzlich Heinz-Günter Wolf, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Damit kommen sie dem Bedürfnis vieler Patienten insbesondere im Zusammenhang mit pflanzlichen Arzneimitteln entgegen. Die Beliebtheit von Phytopharmaka ist sehr groß. Wer jedoch im unübersichtlichen Angebot das richtige Präparat aufspüren will, braucht dazu einen sachkundigen Rat.

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In der Apotheke finden Verbraucher sowohl qualitativ hochwertige Phytopharmaka, als auch die gewünschte fachkundige Beratung. Gerade Apotheker, die sich gezielt und kontinuierlich mit pflanzlichen Arzneimitteln beschäftigen, sich über aktuelle Forschung informieren und auf diesem Fachgebiet Fortbildungen besuchen, sind für Ratsuchende die richtigen Ansprechpartner. Sie sind Experten, die wissen, welche Erkenntnisse neu gewonnen werden konnten, welche pflanzlichen Präparate besonders gut wissenschaftlich geprüft sind, und welche Hersteller über ein spezielles Können verfügen.

Als ergänzendes Informationsmedium zu dieser Beratung hat das Komitee Forschung Naturmedizin e.V. (KFN) Ende 2011 einen „Phyto-Kompass“ entwickelt und den Apotheken zur Verfügung gestellt. „Die Broschüre stieß in den Apotheken auf große Zustimmung“, berichtet Prof. Dr. Michael Popp, Neumarkt, „schon nach kurzer Zeit sind weit mehr als eine Million Exemplare angefordert worden.“ Für die Mitwirkenden ein erfreulicher Beweis, dass sich Qualität durchsetzt, betont der KFN-Vorsitzende.

Der handliche „Phyto-Kompass“ bietet Patienten Unterstützung bei der Suche nach klinisch bestätigten, als Arzneimittel zugelassenen pflanzlichen Präparaten. Er erklärt leicht verständlich Unterschiede zwischen Arzneimitteln aus Pflanzen und pflanzlichen Präparaten zu Nahrungsergänzung, erläutert die Qualitätskriterien für hochwertige Pflanzenarzneien und gibt Tipps zur Auswahl des benötigten Präparates. Angesichts des großen Erfolgs der Broschüre plant das KFN in diesem Jahr das Informationsangebot noch zu erweitern und weitere Kompass-Ausgaben auszuarbeiten. (kfn)