Bei Appetitlosigkeit schnell zum Arzt

Heilpraxisnet

Appetitlosigkeit kann ein Hinweis auf Depression sein

23.12.2013

Gesellt sich zu einer gedrückten Stimmung noch Appetitlosigkeit, kann das ein Warnzeichen des Körpers sein und den Beginn einer Depression ankündigen. Zusätzlich können Schlafstörungen, eine Gewichtszunahme, Verspannungen, Schmerzempfindungen im ganzen Körper ein weiteres Indiz für eine psychische Niedergeschlagenheit sein, in deren Verlauf sich dann eine Depression herausbildet.

Die Ursachen lassen sich jedoch nicht immer klar bestimmen. Für die Vizepräsidentin des Verbands der Betriebs- und Werksärzte, Anette Wahl-Wachendorf, kann Appetitlosigkeit ein erster Hinweis auf eine Depression sein. Doch es empfiehlt sich abzuwarten, ob das verminderte Hungergefühl nicht nach zwei Tage wieder verschwindet. Erst wenn Mitarbeiter vier bis fünf Tage keinen wirklichen Hunger verspüren, sollten sie möglichst bald einen Arzt aufsuchen. Nicht immer muss hinter der Appetitlosigkeit gleich eine Depression stecken. Länger "anhaltende Konflikte am Arbeitsplatz können ebenfalls auf den Magen schlagen und Betroffenen dadurch die Lust am Essen nehmen", so die Vizepräsidentin.

Chronischer Stress als Auslöser
Immer mehr lassen sich Depressionen aber auf chronischen Stress auf der Arbeit oder im Privatleben zurück führen, auf die mit Teilnahmslosigkeit, Rückzug vom Alltag und einer verminderten Essensaufnahme reagiert wird. Depressionen werden im Alter von etwa 30 Jahren vermehrt beobachtet. Etwa 17 Prozent aller Menschen erleiden einmal in ihrem Leben eine schwere Depression, die durch Stress ausgelöst wird, so das Ergebnis einer Studie von amerikanischen Wissenschaftlern der University of Washington in Seattle, dass im britischen Fachjournal „Nature“ veröffentlicht wurde. Ist Stress die Ursache, sollten sich Arbeitnehmer verstärkt darum bemühen, betriebliche Anrufe oder E-Mails außerhalb der Arbeitszeit nicht mehr zu beantworten und dies auch mit ihrem Vorgesetzten absprechen. Immerhin nimmt mehr als jeder zehnte Beschäftigte Arbeit mit nach Hause. Den Betroffenen fällt es zusehends schwerer, klare Grenzen zwischen Job und Privatleben zu ziehen. (fr)

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Bild: Günter Havlena / pixelio.de