Arztbrief nach Krankenhaus-Entlassung

Sebastian

Nach Krankenhausaufenthalt den Stationsarzt um einen Arztbrief bitten

04.06.2012

Werden Patienten aus dem Klinik entlassen, sollten sie den Stationsarzt um einen Arztbrief bitten. Normalerweise wird der Arztbrief automatisch an den Hausarzt versandt. Eine Kopie kann hilfreich sein, wenn die Weiterbehandlung bei mehreren Ärzte unternommen wird.

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Im Arztbrief informiert der Klinikarzt den Haus- oder Facharzt über durchgeführte Behandlungen, verordnete Arzneien und Diagnosen, erläuterte das Bundesgesundheitsministerium in einem aktuell vorgestellten Informationsblatt. Bei der nächsten Konsultation beim Haus- oder Facharzt können Patienten den Klinikbrief vorlegen, falls bis zu dem Termin noch kein Brief seitens der Klinik an den weiter behandelnden Arzt versandt wurde.

Ein Arztbrief kann dem Mediziner wichtige Daten zum Krankenhausaufenthalt liefern. Darin ist zum Beispiel vermerkt, welche Arzneien in welcher Dosierung verordnet wurden, wie die Ergebnisse von diagnostischen Untersuchungen ausfielen und welche Weiterbehandlung seitens der Klinik empfohlen wird.

Wurde dem Patienten im Krankenhaus ein Medikament verabreicht, dass auch nach dem Klinikaufenthalt einnehmen werden soll, kann es durchaus vorkommen, dass der ambulant behandelnde Arzt ein anderes Mittel verschreibt, das aber einen vergleichbaren Wirkstoff enthält oder mindestens den selben therapeutischen Zweck erfüllt. Das kann an der Entscheidung des Arztes liegen oder an den gesonderten Verträgen der gesetzlichen Krankenkassen mit den einzelnen Pharmaherstellern. Aus diesem Grund sollte im Arztbrief nach Möglichkeit mindestens ein kostengünstiges Präparat genannt sein, dass mit dem Mittel im Krankenhaus vergleichbar ist, wie es in dem Infoblatt des Ministeriums hieß.

Der Inhalt und Umfang eines Entlassungsberichtes kann je nach Behandlung und Fachrichtung sehr unterschiedlich sein. Während einige Berichte nur kurz per Handschrift verfasst sind, können andere Berichte mehrere Seiten umfassen. Im Prinzip sind aber Ärzte dazu angehalten, die Briefe möglichst kurz und bündig zu halten. (sb)

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de