Arztpraxis: Weißkittel-Effekt erhöht den Blutdruck

Heilpraxisnet

Weißkittel-Effekt: Höherer Blutdruck in der Arztpraxis

24.05.2014

Wenn Ärzte bei ihren Patienten den Blutdruck messen, ist es gar nicht so selten, dass dieser in die Höhe schnellt. Man spricht dann vom sogenannten Weißkittel-Effekt. Experten raten deshalb dazu, dass Patienten mit erhöhten Werten zu Hause Kontroll-Messungen durchführen sollten.

Weißkittel-Effekt treibt Blutdruck hoch
Wenn Ärzte selbst zum Messgerät greifen, kann es durchaus passieren, dass der Blutdruck des Patienten in die Höhe schnellt. Man spricht dann vom sogenannten Weißkittel-Effekt, wie die Deutsche Hochdruckliga (DHL) in Heidelberg laut einer dpa-Meldung erläutert. Deshalb wird von der DHL dazu geraten, die Messungen in der Arztpraxis zu Hause mit weiteren Kontroll-Messungen zu ergänzen. Die Werte des Patienten liegen in der Regel zu Hause, aber auch wenn die Krankenschwester oder Arzthelferin misst, im Normbereich. Britische Wissenschaftler von der Medical School der Universität Exeter haben in einer Übersichtsarbeit offengelegt, dass dieser Weißkittel-Effekt tatsächlich geringer ausfällt, wenn eine Krankenschwester den Blutdruck misst.

Nur geprüfte Messgeräte benutzen
Wichtig bei der Selbstmessung ist es,ein geprüftes Messgerät zu benutzen. Nach jeder Messung sollten der Wert mit Uhrzeit und Datum notiert werden. Diese können dem Arzt später zur Auswertung vorgelegt werden. In Deutschland haben nach Schätzungen etwa 20 bis 30 Millionen Menschen Bluthochdruck. Nur jeder zweite Betroffene weiß etwas von seiner Hypertonie. Da ein zu hoher Blutdruck in der Regel fast keine Beschwerden verursacht, aber als größter Risikofaktor unter anderem für Schlaganfallund Herzinfarktgilt, wird er von Medizinern auch als „schleichender Tod“ bezeichnet. Daher kommt der Früherkennung eine bedeutende Rolle zu. Der DHL zufolge sind die Werte zu hoch, wenn sie immer wieder 139/89 mmHg überschreiten. (ad)

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