Auffällige Warzen und Male bei Babys schnell überprüfen lassen

Alfred Domke
Warzen und Male: Auffällige Hautveränderungen bei Babys untersuchen lassen
Die Zahl der Hautkrebserkrankungen steigt seit Jahren an. Je früher der Krebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Daher sollte man den Körper regelmäßig auf Krebsanzeichen untersuchen, auch bei kleinen Kindern. Auffällige Hautveränderungen können ein Hinweis auf Hautkrebs sein.

Immer mehr Hautkrebserkrankungen
Die Hautkrebsrate steigt immer rasanter an. Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft erkranken jährlich bis zu 200.000 Menschen neu an Hautkrebs. Die Deutsche Krebshilfe geht von einer noch höheren Zahl, nämlich von 234.000 Neuerkrankungen, aus. Die Heilungschancen sind umso besser, je eher der Krebs entdeckt wird. Daher sollte der Körper regelmäßig auf Anzeichen für eine Erkrankung untersucht werden, auch der von kleinen Kindern.

Auffällige Hautveränderungen bei kleinen Kindern können ein Anzeichen für Hautkrebs sein. Eltern sollten mit ihrem Nachwuchs in solchen Fällen unbedingt zum Hautarzt. (Bild: monopictures/fotolia.com)
Auffällige Hautveränderungen bei kleinen Kindern können ein Anzeichen für Hautkrebs sein. Eltern sollten mit ihrem Nachwuchs in solchen Fällen unbedingt zum Hautarzt. (Bild: monopictures/fotolia.com)

Warzen und Pusteln bei Kindern beobachten
„Die eigene Beobachtungsgabe ist die wichtigste Hilfe zur Früherkennung eines Hautkrebses, denn: Hautkrebsvorstufen sind sichtbar und zum Teil auch tastbar“, heißt es auf dem „Onko-Internetportal“.

Dies gilt nicht nur für Erwachsene. Auch Kinder sollten von ihren Eltern immer wieder auf Warzen und Pusteln untersucht werden. Wie der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) erläutert, könnten auffällige Hautveränderungen in seltenen Fällen Anzeichen für Hautkrebs sein.

Mehr zum Thema:

Erhöhtes Risiko bei Krebsfällen in der Familie
Laut den Experten sollte sich der Kinderarzt gegebenenfalls Male, Warzen oder Pusteln ansehen, die sich in ihrer Farbe oder Größe verändern, wuchern oder bluten. Dem BVKJ zufolge müssen Eltern besonders wachsam sein, wenn in der Familie bereits Hautkrebsfälle bekannt sind.

„Denn Kinder in deren Familien Angehörige an Melanom erkrankten, haben ein erhöhtes Risiko, im Erwachsenenalter selbst bösartige Hautveränderungen zu entwickeln“, schreibt der Verband auf seiner Webseite. Im Kindesalter kommt Hautkrebs sehr selten vor, wird aber aus diesem Grund häufig erst spät erkannt.

Kinderhaut vor Sonne schützen
Der größte Risikofaktor für Hautkrebs ist UV-Strahlung. Junge Haut ist laut Gesundheitsexperten besonders anfällig für diese Strahlen. Sie raten daher dazu, sich von klein auf vor der Sonne zu schützen. Grundsätzlich gilt, dass der ungeschützte Aufenthalt in der Sonne umso kürzer sein sollte, je heller der Hauttyp ist. (ad)