Augenleiden: Mit dem Alter steigt das Risiko für einen Grauen Star

Alfred Domke
Katarakt: Mit dem Alter erhöht sich das Risiko für Grauen Star
Der Graue Star ist eines der verbreitetsten Augenleiden in Deutschland. Mit dem Alter steigt das Risiko, an dem sogenannten Katarakt zu erkranken. Durch bestimmte Faktoren, wie etwa die Ernährung, kann die Gefahr reduziert werden. Lässt die Sehkraft nach, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Wie der Blick durch einen Schleier
Das ständige Gefühl, durch einen Schleier oder Nebel zu schauen, kann auf den sogenannten Grauen Star (auch Katarakt genannt) hinweisen. Bei dieser Augenerkrankung kommt es zu einer Eintrübung der Linse. „Die Anzeichen können verschwommenes Sehen sowie „Wie-durch-einen-Nebel-Sehen“ sein“, heißt es auf dem Patienteninformationsportal des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Wenn man ständig das Gefühl hat, durch einen Schleier oder Nebel zu schauen, kann dies ein Hinweis auf Grauen Star sein. Die Augenerkrankung kann nicht medikamentös behandelt werden. Die betroffene Linse kann jedoch durch eine künstliche ersetzt werden. (Bild: stefan_weis/fotolia.com)
Wenn man ständig das Gefühl hat, durch einen Schleier oder Nebel zu schauen, kann dies ein Hinweis auf Grauen Star sein. Die Augenerkrankung kann nicht medikamentös behandelt werden. Die betroffene Linse kann jedoch durch eine künstliche ersetzt werden. (Bild: stefan_weis/fotolia.com)

Besonders verbreitetes Augenleiden
Nach Angaben der „Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) – Gesellschaft für Augenheilkunde“ zählt der Graue Star mit knapp zehn Millionen Betroffenen zu den besonders verbreiteten Augenleiden in Deutschland. Im Verlauf der Erkrankung lässt das Sehvermögen nach, die Farben und Kontraste verschwimmen immer mehr.

Mit dem Alter steigt das Risiko für Grauen Star. Unterschieden wird allerdings zwischen dem typischen „Alters-Katarakt“ und anderen Formen, wie dem Katarakt bei systemischen Erkrankungen (z.B. Diabetes mellitus) oder dem medikamentös induzierten Katarakt.

Medikamentöse Behandlung steht nicht zur Verfügung
Ohne Behandlung kann es in manchen Fällen zur Erblindung kommen. Eine medikamentöse Therapie gibt es nicht. „Die betroffene Linse kann durch eine Operation entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt werden“, heißt es beim IQWiG. Das Sehvermögen lässt sich so meist weitgehend wieder herstellen.

Rauchstopp reduziert das Risiko für Grauen Star
Bekannt ist mittlerweile auch, dass Faktoren wie Rauchen oder die Ernährung einen Einfluss auf das Risiko, an einem Katarakt zu erkranken, haben. So berichteten britische Forscher vor kurzem, dass Grauer Star bei Frauen durch Ernährung verursacht werden und eine hohe Vitamin-C-Aufnahme einen Schutz vor der Krankheit bieten kann.

Auch ein Rauchverzicht senkt das Erkrankungsrisiko für Grauen Star, berichteten schwedische Forscher. (ad)