Austern mit Norovirus

Fabian Peters

Warnung vor Noroviren in Austern

20.12.2012

Feinschmeckern droht eine schwere Magen-Darm-Infektion durch Noroviren in Austern. Das Bundesamt für Verbraucherschutz warnt vor Austern der Marke „Umami Auster“ des holländischen Herstellers Bonton Products. Importiert wurden die Viren-belasteten Muscheln von dem Unternehmen Fidi Pus in Kehl, dass die Ware anschließend vor allem im Raum Stuttgart vertrieben hat. Die bis zum 21. und 24. Dezember haltbaren Austern sollten aufgrund drohender Gesundheitsrisiken nicht verzehrt, sondern beim Verkäufer zurückgeben oder vernichtet werden.

In den vergangenen Monaten haben Noroviren vermehrt für Schreckensmeldungen in den Medien gesorgt. So gelten sie zum Beispiel als Auslöser der schweren Magen-Darm-Infektionen, an denen vor gut zwei Monaten mehr als 10.000 Schüler in Ostdeutschland erkrankt waren. Verbreitet werden Noroviren oftmals durch belastete Lebensmittel. Beispielsweise waren bei den ostdeutschen Schülern Tiefkühlerdbeeren aus China die Infektionsquelle. Nun warnen die Gesundheitsbehörden vor holländischen Austern, die mit dem Norovirus infiziert sind. Insbesondere für Personen mit ohnehin geschwächtem Immunsystem können die Viren durchaus ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen. Nach dem Genuss der Delikatesse drohe eine schwere Magen-Darm-Infektion mit typischen Symptomen wie Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Begleitend leiden die Betroffen einer Norovirus-Infektion häufig unter Kopfschmerzen und allgemeiner Mattigkeit.

Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit hatte per Schnellwarnsystem über die in Holland verarbeiteten, belasteten irischen Austern informiert. Diese seien von den Niederlanden auch nach Deutschland, Belgien, Dänemark und Norwegen gelangt. Das Norovirus wurde in einer Probe der Austern vom 13. Dezember identifiziert. (fp)

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Bild: w.r.wagner / pixelio.de