Autistischer Junge erträgt menschliche Berührungen nicht – Ein Therapiehund konnte helfen

Ein amerikanischer fünfjähriger Junge, der an Autismus leidet, mag es nicht, wenn ihn andere Menschen berühren. Dank eines Therapiehundes fühlt er sich nun nicht mehr so einsam. (Bild: Photo-SD/fotolia.com)
Alfred Domke
Therapiehund rettet autistischen Jungen vor großer Einsamkeit
Ein autistischer Junge aus den USA mag es nicht, wenn ihn andere Menschen berühren. Er leidet daher unter großer Einsamkeit. Eine Hilfsorganisation verhalf ihm nun zu einem Therapiehund. In diesem hat der fünfjährige Kainoa endlich einen Freund gefunden.

Tieren helfen Menschen
Die Therapie mit Tieren hat sich bei verschiedenen Erkrankungen als äußerst erfolgversprechend erwiesen. Vor allem Hunde werden immer wieder eingesetzt, um Menschen zu helfen. Unter anderem bei Borderline-Patienten, die durch Hunde eine Tagesstruktur bekommen oder bei Menschen mit einer Depression, die über den Kontakt zu einem Tier erste Schritte zur Kommunikation mit Menschen machen.

Ein amerikanischer fünfjähriger Junge, der an Autismus leidet, mag es nicht, wenn ihn andere Menschen berühren. Dank eines Therapiehundes fühlt er sich nun nicht mehr so einsam. (Bild: Photo-SD/fotolia.com)
Ein amerikanischer fünfjähriger Junge, der an Autismus leidet, mag es nicht, wenn ihn andere Menschen berühren. Dank eines Therapiehundes fühlt er sich nun nicht mehr so einsam. (Bild: Photo-SD/fotolia.com)

Fünfjährigem Jungen fällt Kontakt zu anderen Menschen schwer
Auch bei Autismus kann der Kontakt mit den Vierbeinern das Leben der Menschen positiv beeinflussen. Das hat auch eine amerikanische Familie erfahren dürfen. Deren Sohn Kainoa ist Autist und lässt keine Berührungen von anderen Menschen zu.

Der Kontakt zu anderen Menschen falle dem Kleinen laut Medienberichten schwer. Der Fünfjährige leide sehr darunter, dass er keine Freunde hat. Dank eines Hundes hat sich die Situation des Kindes nun sehr verbessert.

Unterstützung einer gemeinnützigen Hilfsorganisation
Die amerikanische Familie, die derzeit in Japan lebt, bekam den Therapiehund „Tornado“. Laut Medienberichten hat es zwei Jahre gedauert, bis der Junge den Vierbeiner erhielt. Unterstützt wurde die Familie von der gemeinnützigen Hilfsorganisation „4 Paws for Ability“ („4 Pfoten für Fähigkeiten“) mit Sitz im US-Bundesstaat Ohio.

Vertrauensvolles Verhältnis
Bei dem Vierbeiner hat Kainoa offenbar keine Berührungsängste. Aufnahmen, die in den Medien verbreitet werden, zeigen unter anderem, wie er ganz entspannt auf dem Bauch des Golden Retriever liegt.

Für die Mutter des Jungen, Shannon Niehaus, sind solche Situationen noch immer überraschend. „Ich kann meinen Sohn nicht berühren, nicht umarmen, auch nicht anziehen oder waschen“, schreibt sie auf Facebook. Doch auf das Tier reagiert ihr Sohn vertrauensvoll.

„Als Mutter habe ich unzählige herausfordernde und schmerzhafte Momente gesehen, die mein Sohn erlebt hat und noch mehr habe ich geweint. Doch gestern weinte ich aus einem anderen Grund. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl“, so die Mutter am Tag nach Ankunft von „Tornado“.

Angeborene und unheilbare Störung
Autismus wird in der Regel als eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des Gehirns beschrieben. Manchen Wissenschaftlern zufolge beginnt sie sogar schon vor der Geburt.

Symptome und individuelle Ausprägung können dabei von leichten Verhaltensproblemen bis hin zu schweren geistigen Behinderungen reichen. Allen autistischen Behinderungen gemein ist eine Beeinträchtigung des Sozialverhaltens, etwa durch Schwierigkeiten mit anderen Menschen zu sprechen oder Mimik und Körpersprache einzusetzen und zu verstehen. (ad)

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