Bauchfett erhöht Risiken für Arterienverhärtung

Heilpraxisnet

Gefährliches Bauchfett: Schäden an Arterien bereits im mittleren Alter

26.03.2015

Fett, das sich zwischen den Organen im Bauch einlagert, kann bereits im mittleren Alter die Gefäße schädigen. In der Folge entsteht eine Arterienverhärtung (Atherosklerose), die in Zusammenhang mit Schlaganfall, Herzinfarkt, plötzlichem Herztod und weiteren Herz-Kreislauf-Erkrankungen steht. Ein österreichisch-amerikanische Studie zeigt jedoch, dass man sich schützen kann. Bereits im Kindesalter sollte mit der Vorbeugung vor dem gefährlichem Bauchfett begonnen werden.

Vorbeugung vor Bauchfett sollte im Kindesalter beginnen
Ab dem 25. Lebensjahr beginnt die Zunahme des Bauchfetts, das im weiteren Verlauf auf bis zu 300 Prozent ansteigen kann. Der Studie zufolge berge dies große gesundheitliche Gefahren. Deshalb müssten „bereits im frühen Erwachsenenalter, besser sogar im Kindesalter effiziente Strategien der Primär- und Sekundärprävention" ergriffen werden, erläutert Barbara Prüller-Strasser vom Institut für Ernährungswissenschaften und Physiologie an der UMIT (Private Universität für Gesundheitswissenschaften, medizinische Informatik und Technik) gegenüber der Nachrichtenagentur „APA“. Auf diese Weise lasse sich die Häufigkeit von Adipositas reduzieren.

Bessere körperliche Fitness helfe dabei, das Körperfett im Allgemeinen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Atherosklerose zu reduzieren, heißt es in der Studie. Prüller-Strasser zufolge seien Menschen, die regelmäßig Krafttraining betrieben, deshalb weniger gefährdet. Auch bei den gesunden Studienteilnehmern ohne Herz-Kreislauf-Beschwerden konnten durch die Änderung ihres Lebensstils signifikant weniger Fetteinlagerungen und eine deutlich geringere Steifigkeit der Gefäße beobachtet werden als bei Personen mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko.

Bauchfett begünstigt Atherosklerose
Bei Atherosklerose werden Blutfette, Thromben, Bindegewebe und in geringeren Mengen auch Kalk in den Gefäßwänden abgelagert, so dass sich an den betroffenen Gefäßabschnitten Engstellen und Verschlüsse bilden können. Die Gefäßwand kann auch so stark beschädigt werden, dass sie sich ausdehnt und ein Aneurysma entsteht.

„Üblicherweise gilt der Body Mass Index als Gradmesser für Übergewicht oder Fettleibigkeit, jedoch unterscheidet der BMI nicht zwischen Fett- und Muskelmasse", berichtet Prüller-Strasser. Als besseren Indikator bereits im jungen Erwachsenenalter gilt den Autoren zufolge der Umfang der Taille. (ag)

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>Bild: Peter Smola / pixelio.de