Bayern liegt bei Kinderimpfungen vorn

Heilpraxisnet

In Bayern mehr Kinderimpfungen

07.07.2014

Wie sich aus dem neuen Gesundheitsreport Impfen ergibt, sind in Bayern mehr Kinder gegen Tetanus, Diphtherie und Kinderlähmung geimpft als im Bundesdurchschnitt. Bei Masern, Mumps und Röteln gebe es allerdings noch Nachholbedarf.

Prävention vor schwerwiegenden Infektionskrankheiten
Aus dem neuen Gesundheitsreport Impfen ergibt sich, dass in Bayern mehr Kinder gegen Tetanus, Diphtherie und Kinderlähmung (Polio) geimpft sind, als im Bundesdurchschnitt. Das teilte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag mit. Des Weiteren sei bei der ersten Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln bereits eine Durchimpfungsrate von über 95 Prozent erreicht. „Impfen ist die beste Prävention vor schwerwiegenden Infektionskrankheiten wie den Masern. Damit bewahrt man nicht nur sich selbst, sondern auch seine Familie vor schlimmen Komplikationen“ meinte die Politikerin.

Nachholbedarf bei zweiter Schutzimpfung
Allerdings gebe es im Freistaat noch Nachholbedarf bei der zweiten Schutzimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln. Auch wenn diese in den letzten zehn Jahren um 46,5 Prozentpunkte gesteigert werden konnte, liege sie derzeit mit 90,5 Prozent noch immer unterhalb der für einen sicheren Bevölkerungsschutz erforderlichen 95-Prozent-Marke. In Bayern hatte im vergangenen Jahr ein Masernausbruch mit 775 Fällen für 244 der Erkrankten zu einem stationären Krankenhausaufenthalt geführt.

Impfempfehlung des Robert-Koch-Instituts
Grundsätzlich sollten auch Erwachsene auf ihren Impfschutz achten. Seit 2010 empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut den ab 1970 Geborenen eine einmalige Impfung mit dem Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff, wenn sie bisher nicht gegen Masern geimpft wurden, in der Kindheit nur einmal geimpft worden sind oder der Impfstatus unklar ist. Manche Menschen stehen dem jedoch kritisch gegenüber und wollen bei einer Masernimpfung: ja oder nein? gegeneinander abwägen. Eine Impfpflicht besteht in Deutschland nicht, auch wenn diese seit Jahren von verschiedenen Experten immer wieder gefordert wird. (ad)

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