Behandlungsmöglichkeiten diabetische Neuropathie

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Alternative Behandlungsmöglichkeiten bei diabetischer Neuropathie.

Ungefähr jeder dritte Diabetiker entwickelt im Verlauf seiner Erkrankung eine diabetische Neuropathie. Dabei werden periphere Nerven zerstört, was sich in Sensibilitätsstörungen und Schmerzen, insbesondere an Händen und Füßen, äußert. Im schlimmsten Fall führt die Nervenerkrankung zur Amputation der geschädigten Körperteile. Immer häufiger werden von Betroffenen Verfahren aus der Naturheilkunde in Anspruch genommen, um dem Krankheitsverlauf entgegenzuwirken und die Beschwerden zu lindern.

Wichtigster Baustein ist die Therapie der Grunderkrankung.
Im Vordergrund der Therapie der diabetischen Neuropathie steht die Behandlung der Grunderkrankung, nämlich des Diabetes mellitus. Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung und Vermeidung einer Ausbreitung der Störung ist eine optimale medikamentöse Einstellung des Blutzuckerspiegels, der sowohl vom Arzt als auch vom Betroffenen regelmäßig zu überprüfen ist. Angestrebt werden kontinuierliche Werte, insbesondere starke Schwankungen nach oben und unten sollten vermieden werden. Mindestens ebenso wichtig sind die therapeutischen Empfehlungen zu einer Vollwerternährung und regelmäßiger Körperbewegung, die unbedingt einzuhalten sind.

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Methoden aus der Naturheilkunde – ein Überblick.
Neben den bereits erwähnten Umstellungen von Ernährung und Lebensweise, die als unverzichtbare Säulen jeder naturheilkundlichen Behandlung zugrunde liegen, gibt es eine Vielzahl von therapeutischen Maßnahmen, die vor allem bei beginnender Symptomatik Erfolg versprechen.

Werden konventionell vor allem Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), niedrig dosierte Opiate und Antidepressiva sowie Antiepileptika eingesetzt, so steht als wohl bekannteste Alternative die Alpha-Liponsäure zur Verfügung. Dieser physiologischer Wirkstoff schützt mit seinen antioxidativen Eigenschaften die Nervenfasern vor weiteren Schädigungen und wird zunächst als Infusion, bei spürbarem Rückgang der Beschwerden auch oral verabreicht. Ebenso kommen Nachtkerzenöl, Hanföl und Granatapfelsamenöl in Frage, die durch die enthaltene Gamma-Linolensäure die Nervenfunktion verbessern können.
Leider können alle genannten Medikamente zu unangenehmen Nebenwirkungen, insbesondere im Bereich der Verdauungsorgane, führen.

Zur Linderung der Schmerzen kann bei unversehrter Haut äußerlich (auch als Selbstbehandlung) eine Zubereitung aus Cayennepfeffer (Capsaicin-Salbe) eingesetzt werden, in der Naturheilpraxis werden Körperakupunktur und Neuraltherapie zur Schmerzreduktion angewendet. Weitere Maßnahmen aus der Naturheilkunde, die erfahrungsgemäß besonders bei beginnender Symptomatik hilfreich sein können, sind Dunkelfeldmikroskopie und Milieutherapie aber auch die (klassische) Homöopathie, wo neben den körperlichen Beschwerden auch Gemütssymptome berücksichtigt werden. Eine Sauerstofftherapie verbessert die Durchblutung des Gewebes insgesamt und kann Folgeschäden minimieren bzw. bessern.

Um der Entstehung des diabetischen Fußes vorzubeugen, sollten die Füße täglich ausgiebig auf Verletzungen untersucht, gebadet und eingecremt werden. Vor allem beim Schneiden der Nägel sind Einschnitte in die Haut und „scharfe Kanten“ zu vermeiden. Regelmäßige Besuche in einer spezialisierten Fußpflegepraxis und angemessenes Schuhwerk runden die Vorbeugungsmaßnahmen ab. (Dipl.Päd. J.Viñals Stein, Heilpraktikerin, 08.04.2010)