Bei Bluthochdruckkrisen aufsteigende Fußbäder

Heilpraxisnet

Blutdruckkrisen: Chinesische Medizin setzt auf Akupunktur, Kräuter und Ernährung

28.01.2014

Wer unter Bluthochdruck leidet, weiß, dass dauerhaft hoher Blutdruck gefährliche Folgen für Herz und Gefäße hat. Ärzte empfehlen daher eine gewissenhafte Einnahme von Medikamenten. Für die Chinesische Medizin gelten vor allem im Anfangsstadium andere Gesetze. Statt sofort mit Medikamenten das Symptom Bluthochdruck zu unterdrücken, empfiehlt sie, die Ursachen in den Fokus zu rücken. Mit chinesischen Arzneien, Akupunktur und Ernährungsumstellung hat sie optimale Behandlungsmöglichkeiten, den Druck in den Gefäßen zu minimieren. Eine besondere Rolle spielen dabei die Füße.

Die bekannteste Säule der Chinesischen Medizin ist Akupunktur. Auch bei Bluthochdruck bestätigen Studien positive Wirkungen. „Über Akupunktur lassen sich je nach Patient sehr gut entlastende und spannungsregulierende Punkte-Regime auswählen, die im Einzelfall Erfolge erzielen“, veranschaulicht Dr. Christian Schmincke, TCM-Experte und Leiter der Klinik am Steigerwald. „Um jedoch eine größere Regenerations- und Schwingungsfähigkeit des Blutdrucksystems zu erreichen, reicht Akupunktur allein nicht aus.“ Die chinesische Arzneitherapie ist die Basis des ganzheitlichen Behandlungsansatzes. Nach eingehender chinesischer Diagnose erstellen geschulte Therapeuten für den Patienten eine individuelle Rezeptur. Als Abkochung mit warmem Wasser verdünnt und über den Tag verteilt, nehmen Patienten die chinesischen Arzneien als sogenanntes Dekokt zu sich. Für die Rezepturverschreibung ist eine lange Anamnese und intensive Analyse der Krankengeschichte nötig. TCM-Experten kontrollieren die verschriebenen Rezepturen und ihre Auswirkung auf den Körper des Patienten regelmäßig und passen sie dem jeweiligen Gesundungsprozess an.

QiGong, Ernährungslehre und Körpertherapien kommen ergänzend zum Einsatz und vervollständigen den ganzheitlichen Ansatz bei Bluthochdruck-Patienten. Sanfte Körpertherapien und QiGong lösen Spannungen und stärken die Klärungsfunktion des Körpers, sodass sich die Durchblutung verbessert. Auch eine bedachte Auswahl an Lebensmitteln beugt Bluthochdruck vor. „Wir empfehlen auf ein Übermaß an tierischen Eiweißen zu verzichten, da zu viel Fleisch und Milchprodukte zu Ansammlungen von Tan führen und damit die Gewebereinigung bremsen“, sagt Dr. Schmincke. Unter Tan verstehen die Chinesen alle unerwünschten Stoffe, die sich der Ausscheidung entziehen und damit im Körper ansammeln.

Manchmal führen schon kleine Verhaltensänderungen dazu, dass sich der Blutdruck stabilisiert. Tägliche Bewegung in freier Natur hilft, Abstand zum Alltag zu gewinnen. Stressgeplagte tun zudem viel für ihren Blutdruck, wenn sie für genug Ausgleich nach aufreibenden Phasen sorgen. Eine besondere Rolle spielen auch die Füße. So weiß Dr. Schmincke: „Barfußgehen und Wasseranwendung an den Füßen beruhigen bei Bluthochdruckkrisen. So stellt das sogenannte ansteigende Fußbad, bei dem die Beine in einem Eimer mit warmem Wasser stehen, in den sie nach und nach immer wieder heißes Wasser zulaufen lassen, ein wunderbares Hausmittel bei Bluthochdruck dar.“ (pm)

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