Bei Drüsenfieber junge Leute schlapp & appetitlos

Astrid Goldmayer

Bei Pfeifferschen Drüsenfieber fühlen sich junge Leute schlapp und appetitlos

15.06.2012

Pfeiffersches Drüsenfieber ist auch unter der "Kusskrankheit" bekannt, da die Drüsenfieber-auslösenden Epstein-Barr-Viren hauptsächlich über den Speichel übertragen werden. Fühlen sich Teenager abgeschlagen, müde und appetitlos, sollten Eltern die Beschwerden ihrer Kinder ernst nehmen und beim Arzt abklären lassen, ob eine Infektion vorliegt.

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Pfeiffersches Drüsenfieber wird auch als Kusskrankheit bezeichnet
Treten bei jungen Leuten nach einer Phase der Schlappheit und Appetitlosigkeit Fieber und starke Halsschmerzen auf, könnten sie sich mit dem Pfeifferschen Drüsenfieber angesteckt haben. Doris Hartwig-Bade, Vize-Präsidentin des Deutschen Berufsverbandes der Hals-Nasen-Ohrenärzte und Landesvorsitzende in Schleswig-Holstein, rät Betroffenen dazu, die Beschwerden von einem Arzt untersuchen zu lassen, zu denen auch geschwollene Lymphknoten und Schluckbeschwerden gehören. Wird eine Infektion mit Epstein-Barr-Viren diagnostiziert, sollten in jedem Fall eine Schonphase von mindestens vier Wochen folgen. Pfeiffersches Drüsenfieber ist eine ernstzunehmende Erkrankung, bei der die Milz vergrößert sein kann. Setzen sich Betroffene dennoch weiterhin körperlicher Belastung aus, könnte sie ernsthaften gesundheitlichen Schaden nehmen.

In der Regel verläuft die Krankheit bei Kindern fast ohne Symptome. Ältere Patienten haben dagegen häufig stärkere Beschwerden. Obwohl Pfeiffersches Drüsenfieber nur einmal im Leben auftritt, kann das Virus im inaktiven Zustand im Körper verweilen. Ist das Immunsystem stark geschwächt wie beispielsweise bei einer Chemotherapie kann es erneut aktiv werden.

Naturheilkunde bei Pfeifferschem Drüsenfieber
In der akuter Phase des Pfeifferschen Drüsenfiebers können zusätzliche naturheilkundliche Maßnahmen ergriffen werden. Dazu gehören physikalische Maßnahmen, Heilpflanzen, homöopathische Medikamente und Präparate aus Bakterien und Pilzen. Sie unterstützen die Selbstheilungskräfte des Körpers, lindern Symptome und stärken das Immunsystem nachhaltig. Betroffene sollten sich unbedingt schonen. (ag)

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Bild: Paul-Georg Meister / pixelio.de