Bei jüngerer Patientin wurde eine Grippe diagnostiziert – am nächsten Tag ist sie verstorben

Alfred Domke

Junge Frau wird mit der Diagnose Grippe nach Hause geschickt – einen Tag später ist sie tot

In den USA ist eine junge Frau vom Arzt mit der Diagnose Grippe nach Hause geschickt worden. Am nächsten Tag starb die 20-Jährige in einem Krankenhaus. Dort war festgestellt worden, woran die junge Mutter wirklich litt – an einer Lungenentzündung.

Junge Mutter stirbt einen Tag nach Grippe-Diagnose

In den USA ist am vergangenen Dienstag eine 20-jährige Mutter von zwei Kindern gestorben, bei der am Tag zuvor Grippe diagnostiziert worden war, berichtet der US-amerikanische Nachrichtensender „Fox 10“. Wie sich noch vor ihrem Tod herausstellte, litt die junge Frau an einer Lungenentzündung, eine Krankheit deren Risiken leider oft unterschätzt werden.

In den USA haben Ärzte eine junge Frau mit Grippe-Diagnose nach Hause geschickt. Am nächsten Tag war sie tot. Sie starb an den Folgen einer Lungenentzündung. (Bild: psdesign1/fotolia.com)

Patientin litt an einer Lungenentzündung

Vergangenen Montag begab sich die 20-jährige US-Amerikanerin Alani M. zu einem Arzt, weil sie sich nicht wohlfühlte. Dieser schickte die zweifache Mutter laut ihrer Tante Stephanie G., mit der Diagnose Grippe und einigen Grippemedikamenten nach Hause.

Doch in der Nacht verschlechterte sich der Zustand der jungen Frau. Ihre Mutter brachte sie am nächsten Morgen mit starken Atemproblemen in ein Krankenhaus in Phoenix (US-Bundesstaat Arizona).

Dort haben die Ärzte „eine Röntgenaufnahme gemacht, und ihr gesagt, dass sie eine Lungenentzündung hat, und danach ging es steil bergab“, sagte ihre Tante.

Die Patientin wurde an ein Beatmungsgerät angeschlossen, doch dann hörte ihr Herz auf zu schlagen.

Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos

„Sie haben versucht, sie wiederzubeleben, und sie haben es mehrere Minuten lang versucht, und sie haben meiner Schwester gesagt, dass sie nichts anderes tun könnten, dass sie von uns gegangen ist“, erklärte die Tante der Verstorbenen.

Sie sagte auch, dass ihr die Ärzte mitteilten, ihre Nichte hatte eine Grippe, aus der sich eine Lungenentzündung entwickelte. Vorerkrankungen wurden demnach nicht festgestellt.

„In einer Million Jahren hätten wir nicht damit gerechnet, sie an diesem Tag zu verlieren“, so die Tante, die zudem erläuterte, dass Alani M. nicht gegen Grippe geimpft gewesen sei, es aber keinen Hinweis darauf gebe, ob dies einen Unterschied gemacht hätte.

Risiken werden oft unterschätzt

Die Lungenentzündung ist laut Gesundheitsexperten noch immer eine vernachlässigte Gefahr, die tödlich enden kann.

Wie bei den meisten Krankheiten, gilt auch bei einer Lungenentzündung, dass es umso besser ist, je früher eine Therapie beginnt. Der Frage, wie erkenne ich eine Lungenentzündung, kann eine lebensrettende Bedeutung zukommen.

Oft zeigen sich zunächst Symptome wie Husten, Fieber und Abgeschlagenheit. Diese Beschwerden werden häufig mit denen eines einfachen Atemwegsinfekts in Verbindung gebracht.

Wenn zu den beschriebenen Symptomen noch Schüttelfrost dazu kommt oder der Husten mit einem eitrigem oder gar blutigem Auswurf einhergeht, sollte unbedingt rasch ein Arzt aufgesucht werden. Denn all dies sind Anzeichen für eine Lungenentzündung.

Die Pneumonie ist die am häufigsten zum Tod führende Infektionskrankheit in Westeuropa. In Deutschland sind vor allem ältere Menschen gefährdet, global eher jüngere.

So berichtete das Kinderhilfswerk Save the Children vor kurzem, dass weltweit pro Minute zwei Kinder an Lungenentzündung sterben. Und das obwohl die gefährliche Krankheit oft gut behandelt werden kann. (ad)