Bei Rewe und Edeka verkauft: Rückrufaktion für Eier wegen gesundheitsgefährdender Keime

Alfred Domke

Gefährliche Keime: Geflügelhof ruft Eier wegen Campylobacter-Bakterien zurück

Der Geflügelhof Ertl KG aus Niederbayern ruft aufgrund einer bestehen Gesundheitsgefahr Hühnereier zurück, die in Filialen von Rewe und Edeka verkauft wurden. Nach Unternehmensangaben wurden auf Eierschalen Campylobacter spp. (C.coli) gefunden. Diese Bakterien können ansteckende Durchfall-Erkrankungen auslösen.

Campylobacter-Bakterien auf Eierschalen gefunden

Der Geflügelhof Ertl KG aus Niederbayern hat aufgrund einer bestehenden Gesundheitsgefahr einen Rückruf für Hühnereier Güteklasse A Gewichtsklasse M aus Bodenhaltung, mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 20.02.2018, gestartet. Dem Unternehmen zufolge wurde das Produkt im Lebensmitteleinzelhandel in Rewe und Edeka Filialen in Ober- und Niederbayern sowie der Oberpfalz vertrieben. „Ausschließlich auf den Eierschalen wurden thermophile Campylobacter spp. (C.coli) festgestellt“, heißt es in einer Mitteilung, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf seinem Portal „Lebensmittelwarnung.de“ veröffentlicht hat.

Der Geflügelhof Ertl KG hat aufgrund einer bestehenden Gesundheitsgefahr einen Rückruf für Hühnereier gestartet. Auf Eierschalen waren Campylobacter-Bakterien festgestellt worden. (Bild: aga7ta/fotolia.com)

Infektionen können gefährlich werden

Campylobacter können Infektionen auslösen, die unter anderem mit Symptomen wie Durchfall, Bauchschmerzen, Fieber, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen einhergehen.

Die Beschwerden klingen in der Regel nach mehreren Tagen von selbst wieder ab.

In seltenen Fällen ist als Komplikation einer Campylobacteriose auch das Guillain-Barré-Syndrom, eine Erkrankung des Nervensystems, möglich.

Bei immungeschwächten Patienten, Säuglingen und Senioren droht ein chronischer Verlauf und die Infektion kann schlimmstenfalls lebensgefährliche Ausmaße annehmen.

Erkrankte können andere Menschen anstecken

Erkrankte sollten vorsichtig sein, da sie auch andere infizieren können. Wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf ihrem Portal „infektionsschutz.de“ erklärt, ist „eine Ansteckung von Mensch zu Mensch über eine Schmierinfektion“, möglich.

„Dabei gelangen die Erreger in kleinsten Spuren von Stuhlresten eines Erkrankten über verschmutzte Hände in den Mund“, so die Experten.

Im Krankheitsfall sollte daher unbedingt auf eine optimale Händehygiene geachtet werden.

„Waschen Sie sich nach dem Toilettengang immer die Hände gründlich mit Wasser und Seife“, erläutert die BZgA.

Und: „Erkrankte sollten keine Speisen für andere zubereiten.“

Bei schweren anhaltenden Symptomen einen Arzt aufsuchen

Wer die vom Rückruf betroffenen Eier gegessen hat und schwere anhaltende Symptome entwickelt, sollte ärztliche Hilfe aufsuchen und auf eine mögliche Campylobacter-Infektion hinweisen, rät der Geflügelhof Ertl KG.

„Sich ohne Symptome vorbeugen in ärztliche Behandlung zu begeben, ist nicht sinnvoll“, heißt es in der Mitteilung.

„Nach dem Durchgaren der Eier (z.B. auch backen) besteht keinerlei Gesundheitsgefahr für Sie.“

Kunden, die den entsprechenden Artikel gekauft haben, können diesen gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons in ihren Einkaufsstätten zurückgeben. (ad)