Besseres Einschlafen mit Fantasiereisen

Alfred Domke

Einschlafen gelingt besser mit Fantasiereisen

02.04.2013

Auch wenn der Frühling noch nicht so richtig angekommen ist, leidet so mancher an der Frühjahrsmüdigkeit und den Folgen der Zeitumstellung. Um damit besser umgehen zu können, ist es von großer Bedeutung, erholsam zu schlafen. Es gibt ganz simple Tipps und Tricks, die einem dabei helfen können.

Alltagsprobleme vergessen
Jetzt scheint das Frühjahr zwar endlich auch anzufangen, Frühjahrsmüdigkeit und auch die Zeitumstellung vor wenigen Tagen, als die Uhren von Winter- auf Sommerzeit um eine Stunde vorgestellt wurden, sorgen aber bei vielen Menschen für Einschlafprobleme. „Beim Einschlafen ist entscheidend, sich zu entspannen und die Alltagsprobleme zu vergessen", so Hans-Günter Weeß vom interdisziplinären Schlafzentrum in pfälzischen Klingenmünster. Der Schlafexperte nennt das auch „Entpflichtung".

Weeß, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin, erklärt: „Wer ins Bett geht, um zu schlafen, bleibt wach.“. Ideal wäre es, nicht bewusst schlafen zu wollen und das eigene Gehirn auszutricksen. „Mit Fantasiereisen kann man das Gehirn auf entspannte Art beschäftigen und von quälenden Gedanken ablenken." Sich vor dem Zubettgehen nochmal schöne Erlebnisse in Erinnerung zu rufen und diese somit nochmal zu fühlen, sind meist hilfreich, besser einschlafen zu können.

Ideal ist es, wenn man vor dem Schlafengehen noch Zeit für sich selbst findet. Direkt von einer stressigen Besprechung oder einem aufreibenden Fernsehabend ins Bett zu gehen, wirkt sich in der Regel negativ aus. „Schlaf vor dem Fernseher ist außerdem für das anschließende Zubettgehen der Einschlafkiller Nummer eins." Zu empfehlen sind jedoch beruhigendes Kerzenlicht bzw. gedämpfte Beleuchtung oder ein langwährendes Mittel: "ein gutes Buch".

Bewusst entspannen
Weeß empfiehlt: „Man sollte im Schlafzimmer auf eine angenehme Atmosphäre achten“ und auch: „Ein Schreibtisch oder Arbeitsplatz hat dort nichts verloren." Ein Schlafzimmer sollte gut abgedunkelt werden können, auch sollte auf die verwendeten Farben im Raum geachtet werden: „Rot wirkt stimulierend, blau eher beruhigend", erklärt Weeß.

Vielen ist auch nicht bewusst, dass nach dem Sport der Kreislauf sehr angeregt ist und somit das Einschlafen erschwert. Der Schlafforscher meint dazu: „Der Körper braucht nach sportlichen Aktivitäten ein bis zwei Stunden, um sich wieder zu entspannen".

Ein weiterer Faktor für besseres Einschlafen ist es, möglichst Stress zu vermeiden. Der Mensch braucht etwas Zeit, um sich von Stress auf Entspannung umzustellen, so der Berliner Prof. Thomas Pollmacher von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde.

Lange versuchen sich zum Schlafen zu zwingen und sich im Bett zu wälzen, ist aber keine Lösung. „Besser ist es, noch einmal aufzustehen, umherzugehen und sich bewusst zu entspannen", so Weeß. Damit ist aber nicht gemeint, nochmal den Fernseher anzumachen oder zu einem Dauerlauf zu starten. (ad)

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