Billige Sonnenschutzmittel sind Testsieger

Fabian Peters

Guter Sonnenschutz auch vom Discounter

30.06.2012

Ausreichender Sonnenschutz ist bei der sonnigen Wetterlagen aktuell besonders wichtig. Dabei gilt laut Stiftung Warentest die Devise: „Viel hilft viel“. Erfreulich daher, dass auch gute Sonnenschutzmittel nicht viel kosten müssen. In einem Test von 20 Sonnenschutzmitteln schnitten auch die günstigen Produkte vom Discounter durchaus positiv ab.

Bei der Untersuchung der Stiftung Warentest konnten die kostengünstigen Sonnenschutzmittel fast durchweg überzeugen und erreichten sogar die Spitzenpositionen. Die sechs besten Produkte der 20 getesteten Sonnenschutzcremes, -schutzsprays und -schutzöle stammten vom Discounter. Ein guter Sonnenschutz ist schon für wenige Euro zu haben.

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Hohe Preispanne bei den Sonnenschutzmitteln
Ohne angemessenen Sonnenschutz drohen bei dem sonnigen Wetter schnell Sonnenbrände, die ihrerseits langfristig das Hautkrebsrisiko deutlich erhöhen. Daher empfehlen Dermatologen einerseits auf ausgedehnte Aufenthalte direkt in der Sonne möglichst zu verzichten und anderseits entsprechende Sonnenschutzmittel zu verwenden. Diese können jedoch sowohl in der Qualität als auch im Preis äußerst unterschiedlich ausfallen, wie das Ergebnis der aktuellen Untersuchung der Stiftung Warentest bestätigt. Hier lag die Preisspanne der untersuchten Produkte zwischen 1,20 Euro und 20 Euro pro pro 100 Milliliter Sonnenschutzmittel. Doch die günstigen Sonnenschutzöle, Sonnenschutzsprays, Sonnenschutzlotionen und -cremes hatten in Bezug auf die Qualität oft die Nase vorn. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Test“ veröffentlicht.

Sonnenschutzprodukte vom Discounter erreichen Spitzenplatzierungen
Von den zwanzig überprüften Sonnenschutzmitteln konnten die meisten die Tester überzeugen. Insgesamt 14 Mal wurde die Note „gut“ vergeben. Die Spitzenplatzierungen gingen an die Produkte vom Discounter, da diese auch in puncto Feuchtigkeitsversorgung der Haut besonders gut abschnitten, so die Stiftung Warentest weiter. Vier Sonnenschutzprodukte erhielten von den Testern nur ein „ausreichend“, weil zum Teil Schwierigkeiten bei der Anwendbarkeit bestanden und sich in manchen Mitteln Keime zu leicht vermehren konnten. Die Anwendbarkeit der bemängelten Produkte litt vor allem bei hohen Temperaturen, da die Mittel zu dünnflüssig wurden und sich nicht mehr ordentlich auf die Haut auftragen ließen. Die Vermehrung der Keime ist hingegen laut Aussage der Tester ein Hinweis auf die unzureichende Konservierung.

Mängel bei er Anwendbarkeit und der Keimvermehrung
Zwei der untersuchten Sonnenschutzmitteln wurden den Ansprüchen an einen ausreichenden Sonnenschutz nicht gerecht, da sie zwar vor den UVB-Strahlen des Sonnenlichtes schützen, die UVA-Strahlen jedoch nicht ausreichend abschirmen. Hierfür gab es von den Testern ein „mangelhaft“. In Bezug auf die Abschirmung der UVB-Strahlen wurden indes laut Aussage der Stiftung Warentest alle Produkte dem Anspruch des Lichtschutzfaktors 30 gerecht. Auch bei der Hautverträglichkeit konnten sämtliche Sonnenschutzmittel überzeugen. Weniger überzeugend waren hingegen laut Aussage der Tester die vollmundigen Werbeversprechen auf einigen Produkten wie: „Mit DNA- oder Zellschutz“ oder „Aktiviert die natürliche Bräunung“. (fp)