Bizarre Notfälle: Vibrator in der Harnröhre

Heilpraxisnet

Vibrator auf Abwegen wird zum medizinischen Notfall

16.06.2014

In der Notfallmedizin sind ungewöhnliche Sex-Unfälle durchaus keine Seltenheit. Gegenstände wie Flaschen, Glühbirnen oder auch Vibratoren werden regelmäßig aus den Geschlechtsöffnungen von Patienten entfernt. In den USA widmet sich die Fernsehserie „Sex sent me to ER“ (deutsch: „Sex brachte mich in die Notaufnahme“) des US-Senders TLC dieser heiklen Thematik und berichtet nach eigenen Angaben von authentischen Fällen aus der Medizin.

Besonders ungewöhnlich ist der Fall einer Frau, die in einer Klinik im US-Bundesstaat Kansas mit starken Unterleibsschmerzen aufgenommen wurde. Gemeinsam mit ihrem Freund hatte die Patientin den Mitarbeitern des Klinikums, Dr. Roger Goldenberg und der Krankenschwester Wendy Goldenberg, erklärt, dass die Schmerzen vermutlich durch einen Vibrator ausgelöst würden, den sie zuvor als Sex-Spielzeug verwendet hatten. Am Ende fand sich der Vibrator am wohl „bizarrsten Ort, den man sich vorstellen kann“, berichtet der Nachrichtensender „N24“.

Angesichts der Aussage der Patientin nahm die Krankenschwester Wendy Goldenberg zunächst an, die Beschwerden würden durch einen Vibrator in der Vagina oder im Anus der Frau ausgelöst. Doch die Frau erklärte ihr, „es sei weder das eine, noch das andere“, berichtet der Nachrichtensender. „Sie sagte, er stecke dort, wo sie für gewöhnlich uriniere“, wird die Krankenschwester in dem Beitrag weiter zitiert. In das kleine Loch der Harnröhre, aus dem normalerweise der Urin herauskommt, lässt sich ein gewöhnlicher Vibrator jedoch keinesfalls einführen, so dass Wendy Goldberg nach eigener Aussage spontan entgegnete, „Das ist vollkommen unmöglich.“ Die Aussage der Patientin sei jedoch durch den ebenfalls anwesende Partner in der Notaufnahme bestätigt worden. Dieser habe erklärt, dass ihm der Vibrator in der Größe eines kleinen Finger beim Sex-Spiel aus der Hand gerutscht und in die Harnröhre gerutscht sei.

Vibrator operativ aus der Harnröhre entfernt
Die eingeleitete medizinische Untersuchung machte deutlich, dass sich in der Harnröhre der Frau tatsächlich ein Gegenstand befand. Wendy Goldenberg erklärte, die hiermit verbundenen Schmerzen müssen „unvorstellbar“ gewesen sein. Denn schon ein Nierenstein mit dem Durchmesser von drei bis fünf Millimetern bereite Patienten massive Schmerzen. In einem unmittelbar eingeleiteten Eingriff wurde der Vibrator schließlich entfernt und die Frau von ihren Schmerzen befreit. Unter den Kuriositäten, die das Klinikpersonal regelmäßig mit Gegenständen in Körperöffnungen erlebt, war dies jedoch eine der besonders ungewöhnlichen. (fp)

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